Automagisch

Zu den Limousinen von Hilfssheriffs und Möchtegern-Patrouillen gesellt sich nun ein eher kompakter Zweitakter de-Luxe, klar erkennbar an den verchromten Stossstangen. Korallrot als ungewöhnlich kräftige Farbgebung lässt auf Baujahr ≧ 1973 schliessen. Der CH-Trabi parkierte im Halteverbot, was den Faktor Seltenheitswert hierzulande signifikant erhöht.

Stay Hungry. Stay Foolish.

No one wants to die. Even people who want to go to heaven don’t want to die to get there. And yet death is the destination we all share. No one has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very likely the single best invention of Life. It is Life’s change agent. It clears out the old to make way for the new. Right now the new is you, but someday not too long from now, you will gradually become the old and be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.

Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.

(Steve Jobs vor Stanford-Absolventen 2005, vollständiges Manuskript)

Phrasendreschen

Der gebürtige Schweizer Sprachwissenschaftlicher Simon Meier-Vieracker lehrt und forscht an der TU Dresden als Professor für angewandte Linguistik und untersucht «Kommunikation in digitalen, insbesondere sozialen Medien». Sein Spezialgebiet Sprache und Fussball beackert er via Text Mining aus Livetickern und Spielberichten und destilliert Phrasen, Floskeln und weitere sprachliche Auffälligkeiten. Keinesfalls Fussballfan entlarvt er mit sprachchirugischem Geschick das permanente Phrasendreschen in der Berichterstattung und prognostiziert zukünftig algorithmisch automatisierte Textroboter im Fussballumfeld.

Gib mich die Kirsche!

Freiheitswacht

Vermehrt fahren sie Patrouille, die selbsternannten Hilfssheriffs der selbstdefinierten Freiheit. Noch scheinen sie unbewaffnet, bis auf die Augen, die gerne zusammengekniffen, meist aber sonnenbebrillt tunlichst scharf sehen sollen. Mit der für Strassenkreuzer typischen Überlänge ragt das Heck ein gutes Stück weit aus der Parkbucht. Der sich penibel um sein Dienstfahrzeug sorgende Hilfssheriff muss also selbst nach Feierabend auf seinem lautstark knatternden Motorrad noch eine Extrarunde drehen, um allgegenwärtige Bereitschaft und Aufmerksamkeit zu demonstrieren und allfällige Blechschäden möglichst rasch begutachten und weiter melden zu können.

Dass die Patrouille just in diesem Jahr ihr 23-jähriges Jubiläum feiert, sollte doch allen Verschwörern zu denken geben – oddärr!?

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