Round and round and round it goes

Where it stops – nobody knows.

Eingeführt in die Magie des gefadeten Hyper-Bass nebst enormer Loop-ings hatte einst Djane La Hopf am Montagabend, als im Myśliwska der Galatassaray-Tanz-Kulübü solange die Nachbarn wollten tagte, während übermütige Freizeit-Boxer ihren Wasserhaushalt mit Bier egalisierten. Wenig später genasführt von Sirqus Alfon und nicht mal ich wollte mit mir zum Live-Konzert von Daft Punk. Around the world aber blieb eines der wenigen Liedgüter, bei denen selbst der Hobbyschweizer öffentlich ganz gerne zum Problemtänzer wurde.

Vorüber rauscht die Jugendzeit, gehört doch der Rausch popkulturell zur Jugend und verspricht selbige auf ewig.

Thank you for the music, the songs I’m singing
Thanks for all the joy they’re bringing
Who can live without it, I ask in all honesty
What would life be
Without a song or a dance what are we
So I say thank you for the music
For giving it to me

Das ist die Sehnsucht

Das ist die Sehnsucht:
wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.

Und das sind Wünsche:
leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.

Und das ist Leben.
Bis aus einem Gestern die einsamste Stunde steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern,
dem Ewigen entgegenschweigt.

Aus: Frühe Gedichte von Rainer Maria Rilke (1875 – 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, österreichischer Erzähler und Lyriker

Infected

Just another weird Art-Bot:

Marc Lee kreiert netzwerkorientierte und interaktive Kunstprojekte: interaktive Installationen, Medienkunst, Internetkunst, Performancekunst, Videokunst, Augmented Reality (AR)-Kunst, Virtual Reality (VR)-Kunst und Mobile-Apps.

Kozmic Blues

Time keeps moving on
Friends they turn away
I keep moving’ on
But I never found out why
I keep pushing so hard the dream
I keep trying’ to make it right
Through another lonely day

Dawn has come at last
Twenty-five years, honey just in one night, oh yeah
Well, I’m twenty-five years older now
So I know we can’t be right
And I’m no better, baby
And I can’t help you no more
Than I did when just a girl

But it don’t make no difference, baby, no, no
And I know that I could always try
It don’t make no difference, baby, yeah
I better hold it now, I better need it, yeah
I better use it until the day I die

Oh but keep trucking on

Whoa


Janis Lyn Joplin 1943-1970

Lichtmess

There is a crack, a crack in everything
That’s how the light gets in.

Leonard Cohen, Anthem 1992

Obiges Zitat zitiert Igor Levit auf seinem Twitter-Account. Levit ist ein kluger Kerl, einst rübergemacht, angekommen und weitergereist. Einer der sagt was er denkt und denkt was er sagt. Und mitteilt. Auf Twitter führt er seit dem Lockdown täglich seine Hauskonzerte durch, immer um 19 Uhr streamt er live aus seinem Berliner Wohnzimmer. Zwar mit bescheidener (weil selbstgestrickter) Bild- und Soundqualität, dennoch eine grosse Geste eines grossen Musikers, der so auch auf die Existenznöte nicht ganz so berühmter und erfolgreicher Künstler hinweist, deren Auftrittsmöglichkeiten in naher Zukunft nur mehr eingeschränkt, wenn nicht sogar unmöglich sein werden. Gewiss hat Levit als hoch subventionierter Act einen ganz anderen Stand, er ist als Pop-Star der klassischen Klaviermusik aber immer zugänglich und aufmerksam geblieben. Auf Levits Twitter-Account sind die Konzerte jederzeit nachzuhören, gleichzeitig sind Details über Werk und Komponist sowie Levits eigene Verfassung zu erfahren. Ein Geschenk.

Levit is quite unique.

Live Development

Dagie B hat in ihrer temporären Kunst-Quarantäne in Schonen (SWE) unlängst eine kleine Live-Session veranstaltet. Die etwas pixelige Live-Handyübertragung war lehrreich und amüsant, typisch quasi für das Pippilottaland. Ein Zuckerrübenkrautsud wurde mit Vitamin C gut gewürzt. Einen kleinen Einblick vom Kochkurs gibt es dort auf Vimeo:

Delicat Essen XCIII

My dear friend, former colleague, once but still fan-of, one-time lover and such, the both undisputed and unconquered Super-8-Queen of todays known universe, the one and only Dagie B is just spending her time at a tiny house in a sort of art quarantine in the South of Sweden. As a guest of the Goethe-Institut she is transforming the sea to see, merging light and shadow into vision to present her very imagination of our wobbling and yet so curious planet. No doubt agitated by the ongoing outbreak of the sad disease her personal impressions will certainly highlight some dagiesque insights of nature in development.

from tram by chance © dagie 2020

Happily she will research for an antidote to the current crisis with her best and strongest ingredients: beautiful pictures and well handcrafted artistic movies. Me is really looking forward to enjoy her funky Baltic work and it remains a whishful thinking that D. Longstocking will return save with a pocketful of gems plus some glitter of hope – heja!

 

La maladie

Der bedeutenste französischsprachige Romancier der Schweiz ist Charles-Ferdinand Ramuz (1878-1947) aus Lausanne, was sich neuerdings auch auf der 200-Franken-Note bemerkbar macht. Mit einer sprachlich der rauen und schroffen Bergwelt samt den dort lebenden Menschen ebenbürtig angepassten Erzählweise von «Die grosse Angst in den Bergen» mit seinen vielen kleinen, aber feinen Wiederholungen, mit durch blosse Wortumstellungen teils nuancierender, dann wieder verstärkender Bedeutung von Sätzen, mit zeitlupenhafter Betrachtung und rasanten Tempiwechseln gelingt es Ramuz ein zutiefst treffendes Bild einer kleinen Berggemeinde im Wallis zu zeichnen, wo die Moderne gegen das Traditionelle, Jung gegen Alt und Reichtum gegen Armut antritt bis am Ende schliesslich die Natur kathartisch siegt. Maul- und Klauenseuche, Selbst- und Lynchjustiz, borderlinende Menschen und ein berstender Gletscher mit folgender Gesteinslawine sorgen wieder für Ruhe in den Bergen. Ein zutiefst beeindruckender Roman, der exemplarisch einen Teil der Schweiz zwischen den beiden grossen Weltkriegen gelungen abbildet.

Herausgeberin Beatrice von Matt erläutert im Anhang:

La grande peur dans la montagne (1926)