Heldmeister

30. Juni 2010

Tofik Bachramow, aserbaidschanische Sportlegende


Zickezacke

27. Juni 2010


Luxusproblematik

24. Juni 2010

Die bauernschlaue Schweizer Volkspartei, zuständig für Schafe, Raben und Minarettverbote, hat schon wieder eine neue Idee parat: VIP-Vignetten für die Überholspur auf dreispurigen Autobahnen in der Schweiz.

Tolle Sache das — bei insgesamt gerade mal 80 Kilometer Dreispurigkeit in unmittelbarer Nähe sowieso staugeplagter Ballungsräume führt dies zu mehr und grösseren Staus in der Mittel- und Unterklasse. Dafür hat die die Champagnerleague ihren Spass — coolio!

Der Versuch ist jedoch einfach zu plump, um als gescheite Klientelpolitik durchzugehen. Das macht der FDP-deutsche Hoteliersverband dann doch besser, zumal im armen Deutschland die oberen 10 Prozent bloss 61% des Gesamtvermögens besitzen, allein das oberste Prozent sogar nur 23% Anteil sein Eigen nennt. Schlimme Verhältnisse!

Beim Vorturner USA beläuft sich die Vermögensverteilung immerhin auf 75% für die oberen 10 und fast 40% für das oberste Prozent. In der Schweiz kennt man solche Zahlen erst gar nicht, weil pssst — Bankgeheimniss.

Zu offensichtlich ist die munter fortschreitende Berlusconisierung der Gesellschaftspolitik: die Eliten machen unverfroren Interessenpolitik. Die Gewinnsucht der Gierigen wird gehegt und gepflegt, Verluste werden ganz frech sozialisiert und Gewinne hübsch privatisiert. Mehr Gewinn für Wenige entwertet automatisch Werte, gewonnenes Spielgeld wird zu Venture Kapital und die Heuschreckenzucht bis hin zur Plage tapfer von allen finanziert.

Die SVP deutet nur an was längst Sache ist: die Mittelspur besteht aus notorischen Fahrbahnfetischisten und moralinsauren Tempopedanten denen für das Fahren auf der Überholspur die Traute und der Turbokapitalismus abgeht. Hinzu kommen die unwillkommenen fremdländischen LKW samt deren riskante Überholmanöver. Für eventuell freigesetzte Mitfahrer bleibt ja immer noch die entschleunigte Standspur.

Doch auf der Überholspur braust die Elite schön im höhergelegten SUV dem Abendrot entgegen und das ist ein so herziges Bild, da haben schliesslich alle was davon…


Delikat Essen XX

22. Juni 2010

Danke Deutschland.


Reklamation

20. Juni 2010

Bitte das nächste Mal Sommersonnenwende erst wenn Sommer!

Die Sonne wendet diesmal pünktlich am 21. Juni, um 13.28h MEST.


Flasche Leer

18. Juni 2010

Polen-Serbien 0:1

Müller-Riefenstahl klar getoppt…


Zwergenaufstand

17. Juni 2010

105 Jahre auf den ersten Sieg gewartet und bei 105% Ballbesitz für den Gegner tapfere 105 Minuten durchgehalten. Da lacht sogar die Sonne!


Sprachwitzig

16. Juni 2010

versucht das Schweizer Boulevard-Blatt Blick am Abend auf der Titelseite zu sein:

Falls die Helveten am Indischen Ozean wundersamer Weise die Armada versenken, gewährt die Handelskette Migros für den Folgetag 10% Rabatt auf alles.

Momentan stehen die Wettquoten bei 13,5 zu 1, also um satte 68% schlechter wie die bei einem Down-Under-Triumph gegen die Grosskantonalen Multikultikicker gewesenen (8 zu 1).

13,5 zu 1 plus 10% minus ist gleich ganz schön viel Tiernahrung, nur so zum Beispiel. Und da sind die 68% Differenz zu Down Under noch gar nicht eingerechnet…

Hopp Schwiiz!


Innereien

14. Juni 2010

In der Halbzeitpause des Feldzuges der Restgermanen gegen die Altherrenriege aus Australien war ich kurz zufällig Gast bei einem grossdeutschen Sender und wurde durch eine ziemlich gewagte Metapher der Moderatorin belohnt irritiert.

Reichsparteitag und Miroslavs Innenleben, hm, ein Gschmäckle hatte es schon, aber ich wollte meinen Ohren nicht recht trauen. Vielleicht steckten einfach zuviele summende Uweseelers im Hörkanal, zumal meine Frage an die Mitgucker “Was hat die gerade gesagt? Hat die wirklich dingens gesagt?” nicht schlüssig beantwortet wurde, sondern mit der Gegenfrage gekontert wurde, was denn so ein Reichsparteitag überhaupt sei.

Sind doch herzige Menschen diese Schweizer.

Flugs wieder zu den Tröten im Schweizer Fernsehen umgeschaltet (ja — die waren dort wirklich viel lauter zu hören!), allein schon weil deren Kommentator nicht eingedeutscht war…

Sehr geehrter Herr Hofmann,

vielen Dank für Ihre E-Mail an das ZDF und Ihr Interesse an unserer Übertragung des WM-Spiels Deutschland – Australien.

Wir können Ihre Kritik an der Äußerung Katrin Müller-Hohensteins durchaus nachvollziehen und verstehen. Durch die Zusammenarbeit mit unserer Moderatorin möchten wir Ihnen darüber hinaus aber auch versichern, dass sie niemals die Absicht hat, die Gefühle unserer Zuschauer zu verletzen.
Auf der anderen Seite basiert die hohe Beliebtheit von Katrin Müller-Hohenstein als Moderatorin beim Fußball gerade eben auf ihrer Spontaneität und ihrer Schlagfertigkeit.

Deshalb möchten wir Sie bitten, der besonderen Situation in einer Live-Sendung Verständnis entgegenzubringen, die jeden Moderator in ganz außergewöhnlicher Art und Weise fordert. Wir meinen, dass man da nicht jedes einzelne Wort auf die Goldwaage legen sollte. Selbstverständlich haben wir Katrin Müller-Hohenstein und die Sportredaktion über Ihren berechtigten Hinweis aber bereits informiert.

Wir hoffen, dass Sie uns auch in Zukunft als Zuschauer gewogen bleiben.

Mit freundlichen Grüßen
Rita Böcklen
ZDF, Zuschauerredaktion


Volle Löhnung

13. Juni 2010

War ein schönes Rätsel 😉


Aktenzeichen SOC ungelöst

6. Juni 2010

Dringend erbeten werden sachdienliche Hinweise betreffend des untenstehenden Logo-Rätsels.

Wer hat dieses Logo wo gesehen?
Was bedeutet dieses Logo?

Hier steht jedenfalls nicht die Lösung.


Inhaluzinationen

3. Juni 2010

Seit im letzten Monat in der Eidgenossenschaft das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft trat, greift der Nikotinabhängige hierzulande zu ausgeklügelten Saugapparaturen.

Höchste Konzentration an der Saugapparatur

Die Lobby der Saugapparaturen hat nun Marketing-Maskottchen aufgestellt, mit denen sie mögliche Saugwillige auf Züris Strassen für ihre Ziele gewinnen will.

Saugapparatmaskottchen

öffentliches Ansaugen