Begrünung

“Wer ist dieses Wesen mit schrecklichen Klauen
und schrecklichen Zähnen, um Tiere zu kauen?
Mit knotigen Knien, einer gräßlichen Tatze
und vorn im Gesicht einer giftigen Warze,
mit feurigen Augen, einer Zunge sooo lang
und Stacheln am Rücken – da wird einem bang.”

Urbi @ Orbi

Mit dem Segen Urbi et Orbi ist nach katholischer Lehre allen, die ihn hören oder sehen und die guten Willens sind, ein vollkommener Ablass ihrer Sündenstrafe gewährt. War zunächst für diesen Empfang die Anwesenheit auf dem Platz oder in Sichtweite des Spenders notwendig, so kann der Segen seit 1967 auch über Radio, seit 1985 über das Fernsehen und seit 1995 sogar über das Internet gültig empfangen werden.

aus wikipedia

Winterfest

Astronomisch amtlich beginnt die Wintersaison erst am 22. Dezember, und zwar pünktlich um diesmal 00.38 Uhr.

Bis zum Frühlingsbeginn verbleiben dann schlappe 88 Tage, 23 Stunden und 43 Minuten. Falls nicht der Sommer dazwischenkommt.

Zuvor aber noch die letzten Neuigkeiten vom Schergen Schmutzli in der Querwerbung…

Suchdienst

Metadatenmässig hat ein Blick in das Logbuch immer wieder megamässige Überraschungen parat:

interne Suchstatistik: heuristisch, aber repräsentativ?
  • Elisaburg ist gebongt — die pflegen souverän den Blues und wirten seit Neuestem neu (Neumann, bitte klicken!).
  • Die Anschaffung der Ausschaffung wird beschafft.
  • Sägmehlkönig Kilian schwang im Sommer schwungvoll.

Aber wer kommt bloss auf die kuriose Idee einen russischen toten Hasen gerade hier zu suchen?

Und seit wann ist Jupiter, noch vor wenigen Tagen in tadellosem Zustand so schön neben dem halben Mond sichtbar, ein Melanom?

Warenfetischismus

Gemäss dem Schweizer Markenbarometer ist Glarner Schabziger die älteste Marke der Eidgenossenschaft. Seit 1463 ist die Rezeptur dokumentiert.

Unter den Top Ten befinden sich zwei Käsemarken, drei Verlage, eine Weinhandlung, ein Bettenbauer, ein Uhrmacher und zwei Brauereien.

Kein Chocolatier? Noe, erst ab 1819 wird die Schoggi getafelt.

Beinahe wäre der legendäre Schabziger zu Beginn des letzten Jahrtausends mangels Nachfrage vom Markt verschwunden, was jedoch keinesfalls am Hobbyschweizer lag, dem das Schaben genetisch einverleibt wurde. Eine bleibende Kindheitserinnerung ist der Geruch des frisch geriebenen Zigers und das Anrichten mit Butter und wenigen Spritzern Bier…

Reine Alchemie und ein wahrhaft exotischer Geschmackstest für einen Kindergaumen!

Opferrolle

Kaum ist die Ausschaffungs-Initiative angenommen, wird hartherzig ausgeschafft und pikanterweise ist der Initiant selber das erste Opfer.

Die SVP steht nämlich für den sonnabendlichen Programmparteitag plötzlich ohne die vorgesehenen Räumlichkeiten da. In der einen tagt bereits der Gewerkschaftsbund UNIA und will partout nicht mit der Volksseele unter einem Dach sitzen. Die als Ausweichquartier auserkorene Universität Lausanne sagte wegen drohender Proteste ab und andere Örtlichkeiten stehen im Kanton Waadt in der notwendigen Grösse schlichtweg nicht zur Verfügung.

Herbergsloses Bibbern in der Weihnachtszeit

Zum Glück hat ein örtlicher SVP-Scherge etwas Grundbesitz in der Nähe von Rolle am Genfer See und jetzt findet der Parteitag halt in frischer Landluft statt.

Viel Hirn wird dabei trotz der prognostizierten minus fünf Grad vermutlich nicht erfrieren — die Reden sind zackig kurz und der ganze Spuck wird schon nach gut zwei Stunden vorüber sein.

Für die SVP ein Wahlkampfauftakt nach Mass, kann man doch als eidgenössischer Märtyrer prima weiter an der selbstgebastelten Legende stricken…