Früheinkehrer

28. September 2011

Die Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des fünfzigsten Zapfenstreichs der Wanderfreunde Laufender Durst fanden ihren krönenden Abschluss in der Hohenloher Trinkheilanstalt Zureinkehr. Die Fremdenzimmer waren gastlich, das Wetter wonnig und die Herbstluft würzig.

Keine Umkehr ohne Einkehr

Jungvolk auf altväterlichen Spuren

Fünf ist Trümpf!

Dürstende Wandersleute beim Zapfenstreich

Die Wanderkameradschaft freut sich schon jetzt auf das nächste Wiedersehen beim Jubiläumsfest Zweitausendeinundzwanzig!


Goldig

27. September 2011


Delikat Essen XXXIX

25. September 2011

Tageskarte in der Zürcher K3 Kantine


Unentschieden

22. September 2011

Am 23. September um 11.04 MESZ ist das Spiel kurzzeitig ausgeglichen, bevor die Dunkle Macht für mindestens 172 Tage die Oberhand gewinnt.


Schwingungsleere

17. September 2011

Zum Abschluss des diesjährigen Lehrgangs wurde als saisonaler Höhepunkt die Bachtel-Schwinget im Zürcher Oberland begutachtet. Kaiserwetter und der Jodelclub Scheidegg krönten den nett gelegenen kleinen Schwingplatz, von dem aus ein hübscher Balkonblick über den Zürichsee in die alpine Bergwelt ins Auge fiel.

Sowieso werden künftig nur noch ausgewiesene Bergfeste anvisiert, sofern einem der Himmel nicht gänzlich auf den Kopf fällt.

Ein laut Ansager “tausend Kilometer östlich von Moskau” beheimateter junger Schwingerfreund sorgte für internationales Flair und gewann unter herzlichem Applaus immerhin seinen letzten Gang. Beim Intermezzo Steinstossen wurde mit dem 43 Kilo schweren Bachtelstein gestossen, bloss war der gar nicht aus Käse. Die nach einem leichtsinnigen Hebeversuch gerade im Entstehen gefühlte akute Zerrung am Hüftbeuger verhinderte vorzeitig die Aufnahme des Wettkampfes durch den etwas überheblichen Hobbysstosser.


Paranoia

13. September 2011


Masseneinwanderung

10. September 2011

Diego Orlando Benaglio (* 8. September 1983 in Zürich) ist ein Schweizer Fussballtorhüter.

Stephan Lichtsteiner (* 16. Januar 1984 in Adligenswil) ist ein Schweizer Fussballspieler.

Johan Djourou (* 18. Januar 1987 in Abidjan, Elfenbeinküste) ist ein Schweizer Fussballspieler ivorischer Herkunft.

Philippe Sylvain Senderos (* 14. Februar 1985 in Meyrin) ist ein Schweizer Fussballspieler spanisch-serbischer Abstammung.

Reto Ziegler (* 16. Januar 1986 in Genf) ist ein Schweizer Fußballspieler.

Blerim Džemaili (* 12. April 1986 in Tetovo, SFR Jugoslawien, heute Mazedonien) ist ein Schweizer Fussballspieler albanischer Abstammung.

Gökhan Inler (* 27. Juni 1984 in Olten) ist ein Schweizer Fussballspieler mit türkischer Abstammung.

Xherdan Shaqiri (* 10. Oktober 1991 in Gjilan, SFR Jugoslawien) ist ein Schweizer Fußballspieler kosovarischer Herkunft.

92. Min: Nassim Ben Khalifa (* 13. Januar 1992 in Morges) ist ein schweizerisch-tunesischer Fussballspieler.

Granit Xhaka (* 27. September 1992 in Gjilan, Kosovo) ist ein kosovo-schweizerischer Fussballspieler.

88. Min: Gelson Fernandes (* 2. September 1986 in Praia, Kap Verde) ist ein Schweizer Fussballspieler.

Admir Mehmedi (* 16. März 1991 in Gostivar, Mazedonien) ist ein Schweizer Fussballspieler.

84. Min: Innocent Emeghara (* 29. Mai 1989 in Lagos, Nigeria) ist ein nigerianisch-schweizerischer Fussballspieler.

Eren Derdiyok (* 12. Juni 1988 in Basel) ist ein Schweizer Fussballspieler mit kurdischen Wurzeln.

Ottmar Hitzfeld (* 12. Januar 1949 in Lörrach) ist ein deutscher Fußballtrainer.


Luftnummer

6. September 2011

Die Schweizer Kunstolympiade Art en plein air in Môtiers/NE besteht aus einem reizvollen Spaziergang durch das jurassische Dorf hinein in den angrenzenden märchenhaften Wald, entlang einem tosenden Wasserfall hinauf zu einer zauberhaften Lichtung und anschliessend wieder herunter zum Dorfplatz. Auf dem Rundgang sind um die sechzig Kunstwerke zu bestaunen, welche mehr oder weniger mit ihrer unmittelbaren Umgebung korrespondieren. Wenn gleichzeitig noch zufällig eine Flugschau anlässlich des 50. Geburtstages des örtlichen Aeroclubs stattfindet, heisst das Kunststück Höllenmaschinen machen Höllenlärm.

Reines Flugbenzin

Kurz nach dem Einlass donnerte zur Begrüssung eine ausgewachsene F-18 im Tiefflug mit solch einer Geschwindigkeit über die Hauptstrasse, dass der ohrenbetäubende Schall erst dann schmerzlich wahrnehmbar wurde, als das fliegende Ungetüm bereits wieder in den Himmel aufstieg. Der folgende recht furchteinflössende Sturzflug direkt auf den wehrlosen Dorfkern erinnerte eindrücklich an Luftüberlegenheit à la NATO.

Noch vor wenigen Jahren barg das Val de Travers ganz im Wilden Westen der Schweiz ein eher stilles Geheimnis für den Amateur d´Absinthe. Seit der Aufhebung des Absinthe-Verbotes tuckert die Vermarktungsmaschine langsam, aber stetig.

Garage sale

Das ursprünglich vorgesehene beschauliche Erwandern der Kunstmeiler wurde derweil von der durch die Lüfte düsenden Patrouille Suisse lautstark untermalt (Formation, Sturz, Salti mit Trallala & Hoppsassa), während auf der Erde auf Schritt und Tritt die grüne Fee lockte.

Die Blase ist geplatzt.

Die Gefühlslage war auch ohne Apéro leicht getrübt. Wird das Bedrohungspotential von Flugschauen über bewohntem Gebiet nicht etwas unterschätzt?

Die wahrhaft bizarre Begehung von Kunst und Natur mit den weiteren Sidekicks Helikopter-Luftakrobatik, stotternden Weltkriegsveteranen, einer von Heckpropellern angetriebenen Entenflüglerformation und noch mehr Hubschraubern nebst knatternden einfachen und doppelten Deckern fand ihren Abschluss schliesslich an einem Schuhbaum, gestaltet vom Künstlerduo Haus am Gern.

Schuh-Samm-Lung

Dem Hobbyschweizer hatte es die Schuhe schon unterwegs ausgezogen und so besass er an dieser Stelle keine Munition mehr, sonst wäre unter den Umständen eine titanverstärkte Schweizer Hornisse gebodigt worden…


Ergebnisdienst

4. September 2011

Beim Unspunnenfest war der Lokalmatador zum wiederholten Male unschlagbar, obwohl es ihn noch im ersten Versuch des Finaldurchgangs der Länge hin flachgelegt hatte.

Im zweiten stiess der Weltrekordler den Felsbrocken weit genug.

Das Schwingen gewann ein Thurgauer aus St. Gallen, der demnächst in den Ferien auf Neuseeland dem Haka frönt.


Sauschwaben

1. September 2011

Schwaben tun sich nicht nur mit dem Zungenschlag schwer. Auch in Sachen Zuneigung von Nicht-Schwaben benötigen sie dringend Nachhilfe. Ein Zeitungsausträger aus Berlin-Neukölln hat jüngst gestanden, aufgrund chronischem «Schwabenhass» Kinderwagen im Bezirk Prenzlauer Berg abgefackelt zu haben.

Porno-Hippie-Schwaben raus aus Mitte! — selbst die joviale Mittwoch-Schicht im Stimmungslokal Mysliwska versuchte mit solchen Parolen bereits um die Jahrtausendwende den angehenden Hobbyschweizer vom Barhocker zu moppen — doch, Moment mal, Feuer hin, Brand her: sind die in Schwabenhausen zuhauf abgefackelten Automobile nicht fast allesamt süddeutscher Provenienz?

Audi, BMW und Mercedes-Benz sind unser Unglück?!

Von der Eidgenossenschaft wurde seit den Schwabenkriegen ein klarer Grenzstrich gezogen und der nachbarschaftliche Streit mit den Schwaben beschränkte sich auf blosse Verbalinjurien. Seit aber die nördlichen Nachbarn auf der Suche nach Milch und Honig vermehrt den Rhein überqueren, sinkt die Reizschwelle wahrnehmbar.

Noch spielt die sich naiv gebende rechtsnationale SVP heutzutage nur mit faschistoider Propagandaästhetik. Sie würde sich kaum erlauben, das im obigen Plakat (mit grenzwertigem Humor) vom Juden zum Schwaben mutierte Feindbild zu übernehmen, obgleich derartige Personifikationen ziemlich treffend das paranoide Weltbild ihrer Anhänger beschreiben.

Die SVP ist aber bauernschlau genug, die zugewanderten Sauschwaben aller Länder für die Migrationsfolgen in der Schweiz haftbar zu machen und der eifrig geschürten Angst vor Überfremdung das Heilsversprechen einer Helvetisierung entgegenzusetzen.

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PS: Historische Hintergründe zum Thema Sauschwaben hier und dort.
Ein eher zeitgeistliches Essay findet sich da.