Avanti l´estate

21. Juni 2019


The female is future

17. Juni 2019

Der Nationale Frauenstreik, rein eventmässig etwas ungeschickt gleich anderntags von der eintönig hedonistischen Tangente Zurich Pride schon rein abfalltechnisch fast torpediert, war schlicht enorm. Massenwirkung durch gute Laune – Frauenpower pur, eine ganz spezielle Energie versetzte die Atmosphäre in Vibration. Fast 200.000 alleine in Züri (quasi die Hälfte der BewohnerInnen), weit über eine Million schweizweit (immerhin ein Achtel) waren auf den Gassen, Strassen und Plätzen und taten kund, was weiter im Argen liegt: unbezahlte Reproduktionsarbeit, schlechter entlohnte soziale Arbeit und patriarchal zementierte Normen. War nicht immer so, wird nicht immer so sein. Männer sterben schliesslich früher (aus). Natürlich war die Eidgenössische Historie des arg verspäteten Frauenstimmrechts (1972!) mitsamt sehr zögerlicher Umsetzung von Gleichstellung ein neuerlicher Auslöser für die grösste politische Kundgebung der vergangenen Jahrzehnte, sicherlich sind die Strukturen in vielen anderen europäischen Ländern (Kriege, Männer, Tod, Frauen erobern Männerberufe) völlig anders. Als outgesourcter Randständiger war die weibliche Flut inspirierend und beängstigend zugleich. Vaginal reduzierte Plakate wechselten mit freizügigen Outfits, eine Demonstrantin trug mutig und stolz nur wenig mehr als ein transparentes Etwas. Die permanente Spiegelung von lüsternem Abschätzen und altherrrenklugem Verständnis für korrekte Anliegen war blamabel. Dass bei Tampons der Staat aber steuerlich profitiert, bleibt jedoch skandalös und findet die väterliche Solidarität unbedingt.

Atmen. Punkt. Schleichberechtigung.


Heilungsbiotop

1. Juni 2019

Nex Age Spinner Duhm & Lichtenfels fantasieren über freie Liebe.


Aux Armes EU-SALT

20. Mai 2019

Lieber Schengen als pengen — neues Waffenrecht in CH. Howgh.


Meet Shalva

17. Mai 2019

ESC am Schabbes in Israel — da kräuseln bereits im Vorfeld die Empörungswellen und Frontrunner (West-) Jerusalem wurde auf der Zielgeraden durch das hedonistische Tel Aviv ersetzt. Die Kirmes in Sachen weitgehend talentfreier Zurschaustellung hat heuer noch ein weiteres Opfer gefunden. Aus religiösen Gründen trat die Hausband eines israelischen Behindertenwerks nicht im nationalen Finale an, obwohl es bereits dort beste Siegchancen besass. Die Botschaft ist orthodox, selbst Sabbat-taugliche Mikrophone wurden erörtert, aber die ganze Chose vom Rabbinat letztlich nicht gut geheissen. Die federführende Eurovision bestand auf dem Sonnabend als Tag des Grand Final, fertig. Der Sieg beim ESC wäre nach den ganzen barttragenden Queers und der wiederkäuenden Regenbogenkfolklore einer sichtlich eingeschränkten Combo mit seichtem aber massentauglichem Liedgut nur schwer zu nehmen gewesen, Mitleidsbonus eingerechnet. Jetzt bleiben die australische Diva mit windverwehten überlangen Kleiderfetzen im Dementorenlook auf beweglicher Fiberglasstange, die verwirrend verwegenen Isländer und natürlich der Gewinner aus Aserbaidschan, falls der hüftsteife Kühlschrank mit dem von Roboterlasern holografierten Kunstherz in den gerade noch erträglichen drei Minuten etwas ansehnlicher performt. Allemagne moins de douze points en totale, CH wird locker das dreifache einsacken. Malus < Bonus. France sans chance, bleibt mein ewiger Favorit Srbija. Und hoffentlich sahnt nicht eines dieser unsäglich schmachtenden Duos oder Trios ab, doch beim ESC hat noch immer die momentane Geschmacksverwirrung gewonnen. ESC ist egal.

 

Why this Israeli band of disabled musicians said no to Eurovision


Zwinglisch

8. April 2019

Der olle Wintermann musste sich zum Zürcher Frühlingsfest Sächsilüüte eine Zwinglikappe überziehen, bevor es ihm den mit Schwarzpulver ordentlich gefüllten Grind als beliebtes Sommerorakel schlussendlich krachend zerriess. 1064 Sekunden hats dann doch gedauert, eine eher mittelmässige Prophezeiung fürs Zwingli-Jahr 2019 also. Diese aber darf wegen Klimawandel getrost noch etwas angepasst werden. Weil Aberglaube bringt Unglück. Sowieso. Seltsam bleibt auch, dass bei dem kostümierten Umzug weiterhin nur Männer paradieren, während willfährige Frauen diesen auf dem Weg Blumen überreichen. Wohl gibt es eine Frauenzunft, welche jedoch nicht offiziell, sondern nur als Gast und bis 2022 befristet verschämt mit tun darf. Den sturen zünftigen Patriarchen sollte es mal ruhig den ganzen Sommer verhageln…


LichtKraftTelephon

23. März 2019


Delikat Essen LXXXIII

15. Februar 2019

Metzgete (währschafte Schlachtplatte) ist selbst in Bio bluttriefend jedoch ansehlich illustriert vom Schiwago/Zürich. Tag des Blutes am 24.03.2019!


semper reformanda

25. November 2018

Memento Mori, Tod wartet, semper reformanda

«Wer sich mit dem Zeitgeist vermählt, wird bald Witwer sein.»

(Søren Aabye Kierkegaard, 1813 - 1855)

Ferienparadies

12. August 2018

Mehr aus dem Paradies versprach sich J. L. aus B. und hier kriegt er es:

Morgens um 6.30 Uhr donnert mit handgestoppten 93 Dezibel der Wildkrautkehrer vorbei. Selber noch immer autodröhnend kann ich schlaftrunken «Moderne Verkehrswege brauchen innovative Reinigungstechnik» erkennen, bevor der Ehekrach des Thüringer Pärchens direkt nebenan «Wie soll ich entspannen, wenn ich immer alles mache?!» die Kakophonie perfektioniert. Aufm Balkon gackert derweil deren Riesenküken, das sich blendend mit den Geranienkästen versteht.

Der Berufsfeuerwehrmann im Haus über uns löscht bereits am Nachmittag mit ordentlich Weizenbier seinen beissenden Durst, abends hört und sieht er dann selig ausdauernd dem Kaiser Roland aufm Handy zu («DichzuliebendichberührenmeinVerlangendichzuspüren»), während ich die Sommermilchstrasse bewundere — seit bestimmt 10 Jahren nimmer so klar und deutlich den Mittelpunkt der Galaxie beäugt und nehme gerne Genickstarre in Kauf ob des imposanten Wow-Effekts. Milchstrassenbeobachtung quasi Pflichttermin bei Neumond und fehlender Lichtverschmutzung. Anderntags ist die Feuerwehrmannfrau etwas angesäuert aufgrund des Konsums zu vieler Plastikflaschenbiere, jaja das sei durchaus ein Problem von dem Brandlöscher und eben nicht nur im Urlaub. Nun, Ehecoaching bzw. Drogenberatung ist momentan lieber nicht mein drängendste Thema und ich melde schleunigst eigenen Bierdurst an. Dem voll zustimmend gähnt das örtliche Freibad angenehm leer.

Die niederländische Fraktion im Feriendomizil muss man nicht verstehen, wenn man nicht will, ein Teil davon gehört eher der roséfarbenen Cüpplifraktion an und scheint von wilden Bierbären nie gehört zu haben. Der Hofbauer hat nämlich mittlerweile einen Getränkeschrank im Keller aufgestellt und dabei einen ganz speziellen Fang gemacht:

Würzig aber mit fast 6% Alkohol zwar vielleicht nicht der ideale Durstlöscher, aber der passender Begleiter eines Kirchenmannes allemal. Zudem kann man derart gedopt auch am Tage himmlisch kontemplieren.

Und so gehen die Tage, Wolken und Sterne viel zu schnell hin und weg ist die schöne Freizeit. Die Hoftiere sind bestimmt erleichtert, wenn sie vor den kindlichen Plagegeistern wieder Ferien haben, und nicht der Bauer selbst sie durch mittägliches Stallverbot schützen muss.

Natürlich haben wir fürs nächste Jahr unseren Platz im Paradies bereits wieder reserviert. Und für Bruno auch! Der liegen gebliebene Streuner wird in Bälde aus einem Offenburger Burgerladen evakuiert und als wieder auferstandener Bierbär karmatechnisch betrachtet hochprofitabel gegen einen völlig harm- und zahnlosen Heimatroman eingetauscht…


Premier Août

1. August 2018

SGG Sitzkissen

Heuer wurde die Landeshymne auf dem Rütli sogar auf Gebärdensprache intoniert, welche vor dem anwesenden Bundespräsidenten als künftig zusätzliche Landessprache gefordert wurde. Multilingualweltmeister CH.


Wurst macht Kunst

29. Juli 2018

Das Zürcher Wurstessen von 1522 als gewollter Fastenbruch war historisch betrachtet der öffentlich wirksame Beginn der Reformation in der Eidgenossenschaft. Zwingli & Co. gingen in der Sache und Folge um einiges radikaler als deren lutherische Kollegen im Norden vor: Bildersturm und Säkularisierung von Kirchenräumen nebst Gottesdienst waren weit verbreitet, selbst Orgeln wurden demontiert und kirchlicher Gesang vorerst eingestellt. Dafür wird Armenspeisung aus dem Mushafen obligatorisch, teilweise finanziert aus den Pfründen aufgelassener Klöster.

Generell tendierte die Reformation weg vom Bild und hin zum Wort, quasi fundamental orthodox dem ersten und zweiten mosaischen Gebot werktreu folgend, wo Götzendienst und Verbildlichung untersagt werden.

Sowieso hat es mit interpretatorischer Visualisierung so seine Art, wie etwas später ein gewisser Herr Keuner für sich feststellen sollte:

«Was tun Sie», wurde Herr K. gefragt,
«wenn Sie einen Menschen lieben?»
«Ich mache einen Entwurf von ihm», sagte Herr K.,
«und sorge, dass er ihm ähnlich wird.»
«Wer? Der Entwurf?»
«Nein», sagte Herr K., «der Mensch.»

Bertolt Brecht, Wenn Herr K. einen Menschen liebte

Gemäss einer kompakten Analyse der geistreichen Literatur- und Religionswissenschaftlerin Dolores Zoe Bertschinger war der Zürcher Bildersturm allerdings eher eine Art sozialverträglicher Bildentfernung:

«Die reformatorische Ablehnung des Bildes war kein eigentliches Bilderverbot, sondern bezog sich primär auf die damals gängige Verehrungspraxis. (…) Zum einen herrschte im 15. und 16. Jahrhundert eine wahre Übersättigung der Kirchen an Kultobjekten, deren Unterhalt teuer war. Die edlen Gerätschaften, das Wachs und das Öl wurden vom Zehnten des Volkes bezahlt, sodass das reformatorische Zeremoniell als ökonomischer Befreiungsschlag propagiert werden konnte. (…) Wo zuvor Gemeinden und Stiftungskollektive Altäre und Schreine finanziert hatten, traten nun Familien auf den Plan, deren finanzielle Grosszügigkeit von reformatorischer Seite als Ehrsucht und privates Heilskalkül verurteilt wurde. In Bezug auf die künstlerische Darstellungen erregten die als Folge der Renaissance verstärkt naturalistische Darstellungen die Gemüter. Die freizügigeren Abbildungen der Muttergottes etwa boten der reformatorischen Sittenlehre einen geeigneten Nährboden.»

So weit, so klar: beeinflusst durch die italienische Renaissance entstand zunehmend individualistische Kunst anstatt der ehedem vorwiegend religiös bestimmten. Ein scheinheiliges aber reiches Kamel kommt halt eher durch ein Nadelöhr. Das gesellschaftliche Sein bestimmt immer das Bewusstsein. Aus Kultus wird also Kultur. And don´t you ever forget:

Sex sells.

Derweil gelang es der hiesigen Reformation soziale Komponenten clever mit der Glaubensfrage tagesaktuell zu verflechten:

«Zur Zeit der Reformation ist von einer Massenarmut auszugehen, was erklärt, wie sich die Bilderstürmer mit dem Argument legitimieren konnten, man wolle den Reichtum der kirchlichen Gerätschaften für die Armen aufwenden.»

Erst kommt das Wurstessen, dann die Moral und dann erst das Ich:

«Mit der Subjektivierung des Menschen in der Renaissance und der Reformationszeit wurde auch das Bild aus seiner kultischen Verehrung entlassen und nach und nach zum Kunstwerk (v)erklärt.

Die Reformation entpuppt sich damit zugespitzt als Schrittmacher der Institutionalisierung von Kunst — hin zu einem vermeintlich säkularisierten Kunstraum. Fortan mass sich das Potenzial der Kunst nicht mehr an ihrer verständlichen Anschaulichkeit, sondern musste vor dem Auge des Kenners bestehen. Gebändigt im Ausstellungsraum wurde das aufrührerische Potenzial des Bildes in die Harmonie der gesitteten Betrachtung überführt.»

(D Z Bertschinger, Vom Zerstören und Schaffen von Ikonen. Paul Polaris’ 
Kunstaktionen im Kontext reformatorischer und dadaistischer Bilderstürme 
in Zürich, in: Notz, Adrian (Hg): Invent the Future with Elements of the Past, 
Zürich: Scheidegger & Spiess 2015, 102–120)

Irre. Nach Bildersturm die Bilderflut. Resonanz ist reine Dialektik Rosa.


Vollpfosten

2. Juli 2018

Trotz Schlandunter bleibt die tonangebende Farbgebung heimathorstig.


Herzschlag

24. Juni 2018

Das Schwein Eisenherz lebt, hängt und arbeitet:


Mann|schafts|geist

22. Juni 2018

«Sollte nicht besser Ansgar den Erich fest in Manndeckung nehmen?» «Was hat eine bedauernswerte 13-jährige Laura im testosteronhaltigen Mannschaftssport bloss verloren?» Das Bistum Essen hat sich bereits vorab höllisch Gedanken gemacht und bietet zudem alternative Bildli an:

Während ein einziger Heiliger für alle fünf muslimische Teams ge­samt­haft zuständig ist, hat der grosse Kanton gleich drei Joker im Spiel! Fair Play geht anders und ob der Video-Assistent am Jüngsten Gericht da ein Auge zudrückt? Zudem kickt ein Mohammed gerne göttlich schwindelig, wofür der selige Salah im Bistum Basel früher gerne ausgiebig bestaunt wurde…


Herz bebt

16. Juni 2018

Auferstanden aus zwei Birken und der Zukunft zugewandt,
lass uns Dir zum Guten schlagen: bumbumtschak im Herzenland!

Herzland, Schrottherz, Herz SO36

Die Metall gewordene Folklore aus den 80ern findet wieder Platz: das olle Ding schlägt erneut für alle — Infos für Einheimische und Besucher dort.


O Tannenbaum, O Tannenbaum

13. Dezember 2017

O Tannenbaum

dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit!

Praystation

1. Dezember 2017
Endlich: Kirche wird Kunst. Ab Mitte Dezember in Zürich.

The Chruch, Pruitt


Delikat Essen LXXII

23. November 2017

Wiederum ein ziemlich bemühtes Highlight aus der SVP-Werbeschmiede:

Wurstessen, SVP

Obwohl eher der Cervelatfraktion zugeneigt, bleibt eine Bratwurst ob mit oder ohne OLMA beim Sternen-Grill am Zürisee immer ein Erlebnis — hoffentlich.


Kesselbrüder

8. August 2017

Angezündet von den Schwarzwälder Illuminaten pilgerte der Sommerfrischler über den Buckel Richtung Kloster Alpirsbach, um den leibhaftigen Bierbären zu treffen. Schmale Landstrassen in unübersichtlicher Waldgegend sind nichts für den ungeübten Beifahrer und der Oberbär ist mit über 80 manchmal etwas arg spät auf der Bremse, was aber der Mercedes mit Elegance im Gegensatz zum Hobbybären nicht wirklich übel nimmt. Egal, die Serpentinen waren geschafft, als Copilot wurde die non-digitale Karte richtig herum gehalten und das Ziel lag schön vor Augen. Kaum Bierbär, Alpirsbach, Schwarzwald 2017angekommen, sind die wabernden Ausdünstungen des Sudhauses der direkt in der Ortsmitte knapp neben dem Kloster befindlichen Kleinbrauerei mehr als deutlich wahrzunehmen. Im Gegensatz zum letzten Besuch vor fast 50 Jahren gehen einem diese nicht mehr ganz so streng in die Nase, sondern machen eher Appetit auf mehr. In der Braugaststätte gibt es lukullisch artgerecht mit Käse überbackene Bierzwiebelsuppe gefolgt von Biermaultaschen. Beides mundet, der würzige Biergeschmack passt zu den eher rustikalen Gerichten perfekt. Dazu das tiefgüldene Spezial vom Fass, alles bingo soweit. Nach der Gaststube dann eine Schnellbegehung der Klosteranlage, muss ja schliesslich nicht jeden Tag unbedingt in die Kirche…

Vor der Brauerei dann der alte Schlosser, langjähriger Pensionär mit Mitteilungsbedürfnis. Er sitzt gemütlich auf einer Holzbank direkt vor seiner alten Wirkungsstätte, die später zu einem Brauerei-Showroom umfunktioniert wurde. Fit mit Bier, Alpirsbach, Schwarzwald 2017Sein Leben lang hätte er in der Familienbrauerei gearbeitet, zu fünft waren sie in der Schlosserwerkstatt. Der Patron legte Wert auf Mitgliedschaft in der Gewerkschaft und die Versammlungen zum 1. Mai in der Sporthalle waren Pflicht. Oha, musste der Familienbetrieb mit der Übernahme von den Klosterbrüdern etwa ein elftes Gebot erfüllen? Bis heute gäbe es noch den Betriebstrunk, also eins zwei Kisten Bier gratis pro Monat unetikettiert für die noch aktive und bereits passive Belegschaft. Bravo. Und ausserdem Betriebsrente. Auch nicht schlecht. Der Ex-Schlosser wusste noch von der Wasserqualität zu berichten (so weich, dass die Brauer Kalk zusetzen mussten) und hatte noch die eine oder andere deftige Anekdote auf Lager, über die hier aber geschwiegen werden soll. Zudem keimte der absurde Gedanke, der Rentier könne womöglich fürs Erzählen noch zusätzliches Gnadenbrot erhalten, stricke so quasi semiprofessionell an der noch lebenden Legende. Hm.

Dann endlich stand ich vor dem berühmt-berüchtigten Alpirsbacher Ur-Bierbär, dem immersprudelnden Quell all meiner Inspiration. Bierbär, Alpirsbach, Schwarzwald 2017Bierbär, Alpirsbach, Schwarzwald 2017Voller Ehrfurcht bewunderte ich den Stoiker und Kesselbruder. Ein fast übernatürlich jäher Harndrang setzte der mentalen Ergötzung ein abruptes Ende. Zum Glück hat die Reformation für zweckdienliche und vor allem öffentliche Bedürfnisanstalten gesorgt. Anschliessend probierte ich dann im Museumsshop mein weiteres Glück, welches ich in dem einen und anderen Klein-Tragerl auch tatsächlich fand. Für den Berliner Bierbär war sogar ein weiteres Vesperbrett käuflich. Demnächst vielleicht mehr vom wandelnden Gesundheitsbären, dem unvermittelt eine Schnapsidee kam.