Legendenbildung


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Verblüffung beim Zwischenhalt

Die Hohle Gasse wurde erst 1934 (neu) angelegt: historisch angelehnt und recht holpriger Pflasterweg, moosige Begrenzungssteine, Tunnel-artig bewachsen. Führt zu einer Kapelle. Diese wurde an jener Stelle errichtet, wo der Freiheitskämpfer den Landvogt heimtückisch ermordet haben soll. Moderne Fünfsprachige Schaufensterinstallation, Geschichte wird auf Knopfdruck erzählt. Auch dass Schiller nie die Schweiz besuchte. Doch mit welch Geschick die Eidgenossen seit über 700 Jahren den Original-Apfel quasi lebensecht konservieren ist fürwahr erstaunlich – da könnte manch Titanen-Mausoleum noch von lernen.

Round and round and round it goes

Where it stops – nobody knows.

Eingeführt in die Magie des gefadeten Hyper-Bass nebst enormer Loop-ings hatte einst Djane La Hopf am Montagabend, als im Myśliwska der Galatassaray-Tanz-Kulübü solange die Nachbarn wollten tagte, während übermütige Freizeit-Boxer ihren Wasserhaushalt mit Bier egalisierten. Wenig später genasführt von Sirqus Alfon und nicht mal ich wollte mit mir zum Live-Konzert von Daft Punk. Around the world aber blieb eines der wenigen Liedgüter, bei denen selbst der Hobbyschweizer öffentlich ganz gerne zum Problemtänzer wurde.

Vorüber rauscht die Jugendzeit, gehört doch der Rausch popkulturell zur Jugend und verspricht selbige auf ewig.

Thank you for the music, the songs I’m singing
Thanks for all the joy they’re bringing
Who can live without it, I ask in all honesty
What would life be
Without a song or a dance what are we
So I say thank you for the music
For giving it to me

Infected

Just another weird Art-Bot:

Marc Lee kreiert netzwerkorientierte und interaktive Kunstprojekte: interaktive Installationen, Medienkunst, Internetkunst, Performancekunst, Videokunst, Augmented Reality (AR)-Kunst, Virtual Reality (VR)-Kunst und Mobile-Apps.

Angelic Reinforcement

Zungenreden für den US-Wahlsieg — Paula White, das reich geworden und Reichtum predigende evangelikale Sprachrohr des noch amtierenden POTUS betet aller Albernheit zum Trotz inbrünstig die Unterstützung himmlischer Heerscharen herbei, scheinbar um die bösen Räuber eines Gottesplans abzuwehren. Das Unfassbare bleibt immerdar. Jezzes.

«…or robot that commander.»

Geheimplan

Abbie Richards hat sich grafische Mühen gemacht gängige Verschwörungstheorien von «tatsächlich passiert» bis hin zu «krankhaften Wahnvorstellungen» bunt und schlüssig aufzubereiten. Ist vielleicht doch der jüngst entdeckte blöd machende Hirnnebel dafür ursächlich? Oder ist der super geheime Plan gar völlig offensichtlich – eat the rich!

Automagisch

Zu den Limousinen von Hilfssheriffs und Möchtegern-Patrouillen gesellt sich nun ein eher kompakter Zweitakter de-Luxe, klar erkennbar an den verchromten Stossstangen. Korallrot als ungewöhnlich kräftige Farbgebung lässt auf Baujahr ≧ 1973 schliessen. Der CH-Trabi parkierte im Halteverbot, was den Faktor Seltenheitswert hierzulande signifikant erhöht.

Stay Hungry. Stay Foolish.

No one wants to die. Even people who want to go to heaven don’t want to die to get there. And yet death is the destination we all share. No one has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very likely the single best invention of Life. It is Life’s change agent. It clears out the old to make way for the new. Right now the new is you, but someday not too long from now, you will gradually become the old and be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.

Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.

(Steve Jobs vor Stanford-Absolventen 2005, vollständiges Manuskript)

Hells Bells

Derweil dinoströse Wechselstrom-Rocker auf ihrem offensichtlich mit Penunzen beschilderten Pilgerweg durchaus mal einen Freitag nehmen, geht es im Chez Jaques weiter rasant und abwechslungsreich zu. Gerade erst haben die religiösen Sozialisten neue Wege gesucht und vielleicht sogar gefunden, da tut sich im interreligiösen Miteinander ganz neu eine alte Welt auf: Dichtestress im kasten-dominierten Indien versus westlich gewünschter karma-technischer Freizügigkeit. Ganesh thront zur Begrüssung auf dem Opferstock, Räucherstäbchenmystik und Meditationskissen für den Gast aus Indien, welcher aus seinem freiwilligen Alltag als hinduistischer Mönch erzählt. Doch höre ich kaum mit einem Ohr zu: mir scheint die beschriebene Welt viel zu weit weg, als dass ich sie wahrnehmen könnte. Mich interessiert kein Bericht vom Klosterleben in einem Ashram am Ganges, will nichts wissen von fernen Religionen, welche bloss exotische Weisheiten tradieren und dank globaler Sinnsuche adrett, aber völlig bezugslos in spirituellen Wohlfühloasen aufblitzen — kulturelle Aneignung (younameit!) sucks for me.