Berlinskaja Brigada

Weihnachten hart, Harald Junke gegen Amateure und die Verwandten drohen mit Besuch. Dies nur drei der beliebtesten Motive der scheinheiligen Bildchen an der für das ständige Publikum z. Zt. leider geschlossenen Wallfahrtsgrotte im Herzen Kreuzbergs. Dem Lockout tapfer trotzend lockt der Raum der Offenbarung die Pilger jedoch weiterhin mottenhaft an, welche vor Ort berührt eine lange Weile im Sein innehalten, um die pure Energie des legendären Kraftortes intensiv zu inhalieren.

Urbi @ orbi

Für die daheimbleibenden Suchenden sei das grossauflösende Farbphoto der frohen Botschaften des spirituell siedenden Reaktors hier hinterlegt, damit der messianische Glanz selbst in der kleinsten Hütte auf Klick warm erstrahlen möge.

Und wer die Nase ganz eng an den Bildschirm presst, vermag durch den güldenen Tempelvorhang die Krippe der Wahrhaftigkeit deutlich zu erkennen…

Xорошая работа – cпасибо!

Stay Hungry. Stay Foolish.

No one wants to die. Even people who want to go to heaven don’t want to die to get there. And yet death is the destination we all share. No one has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very likely the single best invention of Life. It is Life’s change agent. It clears out the old to make way for the new. Right now the new is you, but someday not too long from now, you will gradually become the old and be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.

Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.

(Steve Jobs vor Stanford-Absolventen 2005, vollständiges Manuskript)

Meet Shalva

ESC am Schabbes in Israel — da kräuseln bereits im Vorfeld die Empörungswellen und Frontrunner (West-) Jerusalem wurde auf der Zielgeraden durch das hedonistische Tel Aviv ersetzt. Die Kirmes in Sachen weitgehend talentfreier Zurschaustellung hat heuer noch ein weiteres Opfer gefunden. Aus religiösen Gründen trat die Hausband eines israelischen Behindertenwerks nicht im nationalen Finale an, obwohl es bereits dort beste Siegchancen besass. Die Botschaft ist orthodox, selbst Sabbat-taugliche Mikrophone wurden erörtert, aber die ganze Chose vom Rabbinat letztlich nicht gut geheissen. Die federführende Eurovision bestand auf dem Sonnabend als Tag des Grand Final, fertig. Der Sieg beim ESC wäre nach den ganzen barttragenden Queers und der wiederkäuenden Regenbogenkfolklore einer sichtlich eingeschränkten Combo mit seichtem aber massentauglichem Liedgut nur schwer zu nehmen gewesen, Mitleidsbonus eingerechnet. Jetzt bleiben die australische Diva mit windverwehten überlangen Kleiderfetzen im Dementorenlook auf beweglicher Fiberglasstange, die verwirrend verwegenen Isländer und natürlich der Gewinner aus Aserbaidschan, falls der hüftsteife Kühlschrank mit dem von Roboterlasern holografierten Kunstherz in den gerade noch erträglichen drei Minuten etwas ansehnlicher performt. Allemagne moins de douze points en totale, CH wird locker das dreifache einsacken. Malus < Bonus. France sans chance, bleibt mein ewiger Favorit Srbija. Und hoffentlich sahnt nicht eines dieser unsäglich schmachtenden Duos oder Trios ab, doch beim ESC hat noch immer die momentane Geschmacksverwirrung gewonnen. ESC ist egal.

 

Why this Israeli band of disabled musicians said no to Eurovision

© 2008-2021 La multiplication des atomes