Delikat Essen XCII

13. März 2020

Reiner Notstand bei Coop


Zombies

18. November 2019

In der düsteren Jahreszeit trifft man sie – Zombies, Vampyre, Chimären. Meist als unscheinbare Gartenzwerge getarnt stehen sie parat, die gemeine Seele zu schinden. Wenn die Arglosigkeit just völlig schuldlos vor sich hin simmert, ist die Chance gekommen, um dank übler Reime mit schlechtem Versmass gar fürchterlich zu schrecken.


Blase

20. Oktober 2019

Die  Klima-Welle hat die Wahl-Schweiz behutsam überschwemmt, beide Grünparteien im Plus und zusammen nominell stärker als die SP. Die Gut-Bürgerliche Mehrheit war jedoch nie in Gefahr, zumal Grün schon lange wenn nicht schon immer ziemlich bourgois ist – da ist klar, dass eine ausgesprochene Arbeiterpartei es besonders schwer hat. Ausser im Ex-Preussischen Kanton Neuenburg wird kein Parlamentsitz gewonnen, da helfen rote Luftballons nicht weiter, wobei derart Wahlkampfriten in Legokritischen Zeiten sowieso fragwürdig sind. Aerostaten sind reichlich kontraproduktiv, wenn sogar jedes Kind weiss, dass es bis zur Verrottung solcher Gummiblasen 160 Jahre dauern kann, falls nicht vorher ein Fisch oder Mensch anbeisst. Vermutlich fehlt Kommunismus à la PDA schlicht der notwendige Biss.


Plumper Plunder

20. September 2019

Es ist Wahlkampf in Helvetien, das Parlament wird im November neu gewählt und grosse Verschiebungen sind wie meist nicht zu erwarten. Das Klima wird eine Nebenrolle spielen, während die immer stieren Nationalkonservativen auf bewährte und währschafte Kost setzen:

Fremde, räuberische oder gefürchtige Wesen eignen sich bekanntlich immer gut als Sujet für Wahlplakate (Schafe, Raben, Burkas) und jetzt drängen auch noch die just vom Mob befreiten Aliens aus der Area 51 in die Schweizer Modellbahn – beam me up, Scotty. This planet sucks.

Immer wenn ich solch ungenierte Angstmache wahrnehme, spüre ich jene Frostigkeit, welche mich in der Fremde innerlich schaudern lässt. Ein Drittel der Wähler tendiert weiterhin zu diesen schamlosen Parolen und wählt deren Apologeten tatsächlich. Papierlischweizertum ist da sicher auch keine Lösung – ich bin stolz ein Wanderer zu sein.


Dreizähn

14. September 2019

Dreizehn überraschend raus, vierzehn machts schwedische Dentistin wieder rein, voll des Lobes über solide Kreuzberger Handwerkskunst. In bar verdoppelt multipliziert, ein sauberer Samstag-Notfallservice. Und der Sigrist erschreckt am Sonntag die Kundschaft lächelnd nicht…


Fetisch Kosmos

8. Juli 2019

«Der Weg zu den Sternen» von 1957 ist ein schöner russischer Science Fiction Film von Pawel W. Kluschanzew, welcher zwar etwas langatmig beginnt, sich anschliessend aber rasch durch die Schwerelosigkeit bis zum Mond arbeitet. Anschaulich wird die rasante Entwicklung der Raketentechnik in der UdSSR bis zum Sputnik beschrieben und umwerfend phantasievoll, jedoch immer wissenschaftlich bleibend der kosmische Faden sehenswert weitergesponnen. Heute ulkig wirkende Trickaufnahmen, tolle Outfits und schicke Story. Unbedingt anschauen!


Intermeditation

15. April 2019

Was warum wie aussieht, wenn der Blick auf bzw. in ein Schwarzes Loch fällt, zeigt dieses kurzweilige Erklärvideo in erkenntnisreicher Weise. Richtig schräg wird die Sache dann gegen Ende, sobald die Anschaulichkeit quasi von hinten durch die Brust direkt ins Auge geht.

 

If you feel you are in a black hole, don’t give up.
There’s a way out.

(Stephen Hawking 2015)


LichtKraftTelephon

23. März 2019


Ficus religiosa

12. März 2019

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Delikat Essen LXXXII

26. Januar 2019

Glücksboot an Leipziger Glaswurst
(Gastroempfehlung unseres auswärtigen Restaurantkritikers)


New World Order

21. Januar 2019

Planetenenstehung, Planetdisks, New World

Planetengeburtstationen as seen by ALMA
(Atacama Large Millimeter/submillimeter Array)


bauhaus 100

14. Januar 2019

neues von wittmann/zeitblom. diesmal zu 100 jahre bauhaus:

adaptiver apaprat – nice catch via screenshot

gegenwart zukunft postmoderne. zeitreise in sachen kunst & technik. menschmaschine & wohnmaschine. transzendente spiritualität unbedingt. gesichtsklangplastik. raumzeit. selbstheilung durch kunst. innere oktaven. immersive audiocollage. stereofonie total. binaural & leibhaftig in B (D).


Eiszwerge

2. Januar 2019

Mit Peanut Ultimate Thule als Planetesimal hat die NASA ihren Spass. Mal schauen, was für Früchtchen im Kuipergürtel noch auf die Sonde warten…


Los Hamburgués

5. Dezember 2018

Hamburg Weltstadt stolz und reich und arm und würdelos. Eine völlig verlebt und zerlumpt aussehende Person schiebt ihre Sieben-Wagen-Karawane, bestehend aus schäbigen Trolleys und Einkaufswagen, wechselweise fünf Schritte das Trottoir entlang. Stau im Pyramidenbau nur Hilfsausdruck. Die Emsigkeit und Akkuratesse dieser seltsamen Performance steht im völligen Kontrast zu der nach wahllos zusammen gelesenen Müll aussehendem Ladung der übervollen Transportmittel. Petflaschen mit trübem Inhalt und andere erbärmliche Habseligkeiten sind eher zu erahnen als erkennbar, weil aus empfundener Scham gegenüber dem rastlos und ungerührt agierenden Menschen einerseits lieber nicht so genau hingeschaut wird, andererseits es nicht wirklich interessiert. Ein trostlos bleiernes Grauschwarz in der vifen Urbanität der agilen Neustadt. Unwirkliche Abscheu gepaart mit Staunen über die fast choreographiert wirkende Aktion stellt sich ein, dazu ein heimlicher Blick zurück. Watsdat?! Aber ja, die anderen Passanten haben es auch gesehen und ebenso sprachlos nicht reagiert. Das Elend in Teutoniens Metropolen wirkt krass im Vergleich zu der helvetischen Insel. Handkehrum fällt der Ex-Sozialministerin aus D das Fehlen solcher Strassenszenen hierorts sofort auf. Selber an der Armutsfront tapfer kämpfend kennen wir natürlich Obdachlose, arme Schlucker, Sans-Papiers und Wanderarbeiter. Aber nicht in solch drastischen Ausschmückungen wie im Harz4land. Sogar im beschaulichen Schwabenländle sind Bettler, Strassenmusikanten und herumlungernde Menschen in den Innenstädten gewöhnlich, in Zürich all dies unter Androhung von Wegweisung aber strikt untersagt. Wenn halbe Zombies durch die Berliner U-Bahn schwankend mit der “haste mal”-Forderung auf Kleingeld drängen, ist für glückselige Inselbewohner derart direkte Konfrontation nur erschreckend. Ein diffuses Gefühl keimt auf: wir sind reich, weil ihr arm seid. Wenig später beim Michel, eine beinah noch groteskere Szenerie. Wo innen wahrhaftig ein Geschäftsführer tituliert, wird aussen überm Hauptportal Satan vom namensgebenden Erzengel stolz mit dem Kreuze bezwungen. Gleich nach dem Sieg dann drinnen das unübersehbare Schild mit der Bitte, gefälligst (s)einen Obulus abzulassen.


Delikat Essen LXXVIII

21. November 2018

Schülermenü, Junk Food Schule, Fast Food Schule

Internationale Nachwuchsleckereien