Touchdown

18. Juli 2019

Eine sehr aufwändig komponierte Dokumentation der neuntägigen Apollo 11 Mission zum Mond und zurück in Echtzeit ist dort abrufbar.


Fetisch Kosmos

8. Juli 2019

«Der Weg zu den Sternen» von 1957 ist ein schöner russischer Science Fiction Film von Pawel W. Kluschanzew, welcher zwar etwas langatmig beginnt, sich anschliessend aber rasch durch die Schwerelosigkeit bis zum Mond arbeitet. Anschaulich wird die rasante Entwicklung der Raketentechnik in der UdSSR bis zum Sputnik beschrieben und umwerfend phantasievoll, jedoch immer wissenschaftlich bleibend der kosmische Faden sehenswert weitergesponnen. Heute ulkig wirkende Trickaufnahmen, tolle Outfits und schicke Story. Unbedingt anschauen!


Avanti l´estate

21. Juni 2019


Intermeditation

15. April 2019

Was warum wie aussieht, wenn der Blick auf bzw. in ein Schwarzes Loch fällt, zeigt dieses kurzweilige Erklärvideo in erkenntnisreicher Weise. Richtig schräg wird die Sache dann gegen Ende, sobald die Anschaulichkeit quasi von hinten durch die Brust direkt ins Auge geht.

 

If you feel you are in a black hole, don’t give up.
There’s a way out.

(Stephen Hawking 2015)


New World Order

21. Januar 2019

Planetenenstehung, Planetdisks, New World

Planetengeburtstationen as seen by ALMA
(Atacama Large Millimeter/submillimeter Array)


Wandelsterne

11. Dezember 2018

Ursprünglich sollte die Kometenmission Rosetta der ESA den (nach Klick!) zeitgerafft rotierenden 4P/Wirtanen besuchen. Durch eine Fehlfunktion einer Ariane-Rakete war das Zeitfenster für einen Besuch nicht mehr einzuhalten, sodass stattdessen bekanntlich Churyumov-Gerasimenko anvisiert und der Kometenlander schliesslich dort ausgesetzt wurde.

Wirtanen, Komet 2018

Farnham et al. (CBET 4571) report a rotation period of 8.91 hr, based on the coma morphology seen in CN (see figure). Repetition over at least eight rotations is consistent with a conjecture that the nucleus is in a state of simple rotation. (University of Maryland)

Mitte Dezember wird sich der periodisch umlaufende Wirtanen der Erde bis auf 30 Mondentfernungen annähern und unter Umständen sogar fürs unbewaffnete Auge in der Nähe der Plejaden sichtbar, aber kein Vergleich zu solch grossartig leuchtenden Vorbildern wie Hale-Bopp anno ´97 sein. Das schafft auch nicht das Kunstprojekt Orbital Reflector, welches just mit einer Falcon 9-Rakete in eine Umlaufbahn gebracht wurde und ähnlich hell wie die Sterne im Grossen Wagen (Bär) leuchten soll. Mal schauen.


Delikat Essen LXXIX

3. Dezember 2018
Borschtsch,Murmansk
(Foto: Theresa L.)

Viel Borschtsch wird im arktischen Murmansk gelöffelt, um die völlige Sonnenabstinenz in diesen Wochen am Polarkreis durchzustehen. Dafür wird das Ende der Polarnacht dann gross gefeiert: “Здравствуй, Солнце!”


Where are they?

8. September 2018

Seit 60 Jahren wird mit wachsendener wissenschaftlicher Intensität nach intelligentem Leben ausserhalb der Erde (SETI) gesucht. Die vom US-Astronomen Frank Drake vorgestellte Drake-Gleichung beschreibt die Anzahl kommunizierender Zivilisationen (N) in unserer Galaxie, der Milchstrasse, wie folgt:

N = R* × fp × ne × fl × fi × fc × L

Dabei ist

N = Anzahl intelligenter Zivilisationen, die derzeit in unserer Galaxie Signale aussenden und folglich beobachtbar sein sollten

R* = mittlere Sternentstehungs­rate in der Milchstrasse pro Jahr (recht gut bekannt, etwa ein Stern pro Jahr und Galaxie)

fp = Anteil Sterne mit Planeten (ungefähr 1: fast jeder Stern besitzt Planeten)

ne = Anzahl erdähnlicher Planeten pro Stern in der «Ökosphäre» (unsicher)

fl = Anteil der Planeten, auf denen sich Leben gebildet hat (sehr unsicher)

fi = Anteil der Planeten, auf denen sich intelligentes Leben entwickelt hat (sehr unsicher)

fc = Anteil an Zivilisationen, die ihre Existenz durch interstellare Kommunikation verraten (sehr unsicher)

L = Lebensdauer einer technologischen Zivilisation in Jahren (recht unsicher, etwas zwischen 100 Jahren und 10 Milliarden Jahren)

Ganz schön viele unsichere und unbekannte Faktoren also und darum gar nicht erstaunlich, dass bislang trotz aller Bemühungen noch kein extraterristisches Signal empfangen werden konnte. Dies liegt zum einen an der schieren Grösse des bekannten Universums, an den zeitlich und räumlich beschränkten Möglichkeiten von Scannen, Abhören und Senden, zum anderen aber auch an der eventuellen Singularität unseres Daseins im Weltall. Denn für hoch intelligente Spezies sind während der langen Zeiträume von notwendiger Selektion und Evolution ziemlich perfekte Bedingungen nötig. Doch Planet-Stern-Systeme sind selbst ohne äussere Einflüsse für komplexer geratene Zellhaufen von Haus aus eher fragil.

Leben existiert auf der Erde seit fast 4 Milliarden Jahren, allerdings ist davon alleine die Hälfte der Zeit von Bakterien und einfachen Zellen ohne Zellkern besetzt. Das wundersame und einzigartige noch nicht zur Gänze verstandene Auftauchen der Eukaryoten, Zellen mit gut organisiertem Kern, dem ersten Anzeichen von «höherem Leben» vor 1,8 Milliarden Jahren führte allmählich zur Entstehung von mehrzelligen Pflanzen, Pilzen und Tieren. Von der Tierlinie führte wiederum ein Abzweig zu den Warmblütern, nährstoff- und versorgungstechnisch unabdingbar für starkes cerebrales Wachstum. Von den Warmblütern ging es weiter über die Säugetieren bis hin zu den Hominiden.

«Evolution bewegt sich niemals auf einer geraden Linie zu einem Ziel (Intelligenz), wie es während eines chemischen Prozesses oder als Folge eines Gesetzes der Physik geschieht. Evolutionäre Pfade sind sehr komplex und ähneln eher einem Baum mit all seinen Zweigen und Verästelungen. (…) Hohe Intelligenz ist nur bei Menschen entstanden. Ich kann mir zwei mögliche Gründe für diese Seltenheit vorstellen. Einer davon ist, dass eine hohe Intelligenz durch die natürliche Selektion im Gegensatz zu dem, was wir erwarten würden, überhaupt nicht begünstigt wird. Tatsächlich kommen alle anderen Arten von Lebewesen, Millionen von Arten, ohne hohe Intelligenz gut miteinander aus. Der andere mögliche Grund für die Seltenheit der Intelligenz ist, dass sie außerordentlich schwierig zu erwerben ist. Ein gewisser Grad an Intelligenz findet man nicht überraschend nur bei warmblütigen Tieren (Vögeln und Säugetieren), weil Gehirne einen extrem hohen Energiebedarf haben. Aber es ist immer noch ein sehr großer Schritt von “einiger Intelligenz” zu “hoher Intelligenz”.» (Ernst Mayr, 1992)

Nachdem sich schliesslich eine Art der Gattung Homo durchgesetzt hatte und die Lebens- und Ernährungsweise für genügend Hirnwachstum aneignete, gab es vom Indus, den sumerischen und anderen nahöstlichen Kulturen bis nach Ägypten, Griechenland und der ganzen europäischen Hochkulturen, über die Mayas, Azteken und Inkas sowie verschiedenen chinesischen und indischen eine ganze Reihe von Zivilisationen. Während all diese Zivilisationen nach grosser Blütephase wieder untergingen, erreichte nur eine von ihnen eine Technologie, die es ermöglicht, Signale in den Weltraum zu senden und zu empfangen.

«Nehmen wir an, dass es wirklich intelligente Wesen auf einem anderen Planeten in unserer Galaxie gibt. Vor einer Milliarde Jahren entdeckten ihre Astronomen die Erde und kamen zu dem Schluss, dass dieser Planet die richtigen Bedingungen haben könnte, um Intelligenz zu erzeugen. Um das zu testen, schickten sie eine Milliarde Jahre lang Signale an die Erde, ohne jemals eine Antwort zu erhalten. Schließlich beschlossen sie im Jahr 1800 (unseres Kalenders), Signale nur noch für weitere 100 Jahre zu senden. Bis zum Jahr 1900 war keine Antwort eingegangen, so dass sie zu dem Schluss kamen, dass es auf der Erde kein intelligentes Leben gab. Dies zeigt, dass selbst wenn es im Universum Tausende von Zivilisationen gäbe, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Kommunikation sehr gering wäre aufgrund der kurzen Dauer des “offenen Fensters”.Ernst Mayr, 1992

Biologen und Antropologen sehen die heutige Faktenlage weitaus nüchterner als Astronomen und Physiker, da die Suche nach ausserirdischer Intelligenz keine Frage von physikalischen Gesetzen und technischen Fähigkeiten sei, sondern im Wesentlichen eine Frage biologischer und soziologischer Faktoren. Und ohne Antwortsignale ist die Beweisführung zu ausserirdischem Leben überhaupt recht mühselig.

Möglicherweise fühlen wir uns nicht nur alleine, sondern sind es auch…

One baby to another says I’m lucky to have met you
I don’t care what you think unless it is about me
It is now my duty to completely drain you
I travel through a tube and end up in your infection


Kraftwerk feat. Astro Alex

21. Juli 2018


OMG

11. April 2018
Der Kosmos von klein nach groß

Die Erde kreist gemeinsam mit den anderen Planeten – wie Venus und Jupiter – um die Sonne. Die Sonne ist ein Stern und sie gehört ebenso wie alle Sterne, die wir am Nachthimmel sehen, zum Milchstraßensystem.

Unsere Heimatgalaxie ist eine Scheibe aus mehr als 200 Milliarden Sternen. Sie hat einen Durchmesser von rund hunderttausend Lichtjahren. Das schimmernde Band der Milchstraße am Nachthimmel entsteht durch das Licht der vielen Sterne in der Scheibe.

Das Milchstraßensystem ist nur eine von Myriaden Galaxien. Unser kosmischer Nachbar ist die Andromeda-Galaxie. Sie ist gut zwei Millionen Lichtjahre entfernt, aber dennoch bei dunklem Himmel schon mit bloßem Auge als ovaler Nebelfleck im Sternbild Andromeda zu erkennen.

Gemeinsam mit ein paar Dutzend kleineren Galaxien bilden die Milchstraße und Andromeda die Lokale Gruppe.

Diese wiederum gehört zum Virgo-Superhaufen, in dessen Zentrum sich der große Galaxienhaufen im Sternbild Jungfrau befindet, eine Ansammlung von mehr als 2000 Galaxien. Das Zentrum des Haufens ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt.
Auch der Virgo-Superhaufen ist nicht die größte Struktur im Kosmos: Er driftet auf den noch größeren Hydra-Centaurus-Superhaufen zu und gehört mit diesem zum Superhaufen Laniakea, einer länglichen Struktur mit mehr als 500 Millionen Lichtjahren Ausdehnung.

Laniakea bildet mit vielen anderen Superhaufen das kosmische Netz mit Wänden und Leerräumen. Alles zusammen ist dann der Kosmos.

aus: DLF Sternzeit


Gailtal Rules

9. November 2017

Besonderer Hörspielschmaus vom SRF: die vegetarische Wurst-Trilogie von Gion Mathias Cavelty ist parat: vom Jetzt über Gott zum Urknall und zurück in sportlichen zwei Stunden. Ein köstlich absurder Husarenritt durch Raum und Zeit, Himmel und Hölle ins Paralleluniversum -> voilà.

Das nett verschwurbelte Hörstück mit glücklichem Ende enthält ziemlich Alles, was zur Welterklärung halt so dazugehört. Andouillette und Kasnudeln quasi als Totengräber und Geburtshelfer einer extravaganten Genesis. Monty Phyton lässt grüssen.

Phantastique!


Fireinthesky

28. Oktober 2017

Ракета

9. März 2017

Falls Space X mit Google ernst macht, regnet es Internet künftig global.

Raketenstart, Rocketlaunch, Fotolaunch


Starty Rakiet

9. Februar 2017

Feuer, Rauch und Krach:


время

29. Oktober 2016

Während der beiden grossen Weltkriege wurde in Europa testweise die Sommerzeit eingeführt, da man sich diffus Einsparungen erhoffte. Beide Male blieb es bei kurzfristigen Versuchen, erst im Verlauf der Ölkrisen von 1973 und 1979 wurde wieder verstärkt über den vermuteten Effekt von Energieeinsparung durch die Sommerzeit fantasiert. Zum Leid von Eltern, Bauern und Verkehrsbetrieben wurde dieser alljährlichen Qual schliesslich leider europaweit stattgegeben. Feierabendhedonisten und Gastroindustrie dieweil frönen freudig dem lukrativen Mehrlicht.

Ach, liefe die Zeit doch beständig wie bei den Reussen, immer im Winterbetrieb Normalturnus und ohne irritierende Turbulenzen von viel zu früh oder viel zu dunkel.


Tunnelblick

28. Juli 2016

Die Schweizer Botschaft in Berlin feiert ihre neue Gotthardröhre gut sichtbar auf dem Dach ihres Gebäudes:

Tunnel, Botschaft Berlin

Zumindest teilweise auf Schweizer Staatsgebiet liegend gibt es ja noch DEN Tunnel, in welchem es kaum Geschwindigkeitsbegrenzung, aber möglicherweise Schwarze Löcher zu bestaunen gilt, sofern keine kleinen Pelztiere den Stromfluss unterbrechen.


Umbettung

26. März 2016

Urnenumstellung, Zeitumstellung, Sommerzeit, Winterzeit


Le soleil est près de moi

20. März 2016

Le printemps enfin.

Schon wenige Tage vor Erreichen des astronomischen Frühlingpunktes leuchtet die Sonne munter herab; bereits seit dem 16. März beträgt die tägliche Dauer der in Mitteleuropa aufschlagenden Lichtquanten wieder mehr als 12 Stunden. Die erhellende Lichtenergie regt brach liegendes Potential an, was teilweise aber den körpereigenen Kräftehaushalt überfordert. Dessen Folge ist die landläufig genannte Frühjahrsmüdigkeit. Der Hormonspiegel liegt noch auf dem tiefen Winterlevel und die klimatischen Bedingungen sind längst nicht stabil genug, als dass sich der Körper schon auf Sommerbetrieb umzustellen vermag. Dieses leicht schwankende Gefühl darf man unbedingt geniessen, da es — wie alle Zustände im Interim — angenehm betörend wirkt.

Stolpergefahr


Winterlong

22. Dezember 2015

I waited for you winterlong
You seemed to be where I belong
It’s all illusion anyway

If things should ever turn out wrong
And all the love we have is gone
It won’t be easy
On that day

Waiting to follow
Through the dream light of your way
Is not so easy for me now

After time has passed your way
Things we thought of yesterday
Come back now, come back now

© Neil Young

Mag der Winter noch dauern, die Wiedergeburt der Sonne ist eingeleitet: am 22. Dez. 2015 um 05:48 Uhr wendete das Zentralgestirn auf seinem scheinbaren Lauf um die Erde und steigt alsbald sachte höher. Ende Monat gibt es in Zürich immerhin 5 Minuten mehr Tageslicht, Ende Januar bereits eine Stunde und am kommenden Schalttag dann satte zweieinhalb Stunden mehr Sonnenlicht.
Für das nördlicher gelegene Berlin gibt es Ende Januar schon 80 Minuten und am 29. Februar über drei Stunden längere Tage. Obwohl Berlin gegenüber Zürich aktuell mit fast einer Stunde weniger Tageslicht auskommen muss, hat es zum meteorologischen Frühlingsanfang Zürich in Sachen Lichtdauer dank Erdkrümmung und Ekliptik locker eingeholt.

Derweil bleibt es bis zum astronomischen Frühlingspunkt am geografischen Nordpol völlig dunkel, während am Gegenstück unserer kosmischen Kartoffel die Tage endlos scheinen.

Ein Heliograph bündelt das Sonnenlicht und brennt in einen hinterlegten Papier- oder Plastikstreifen Punkte bzw. Linien, an denen sich die Sonnenscheindauer ablesen lässt.


Feuerstern

24. November 2015

Einen lodernden Stern mit phantastischen Gas-Eruptionen stellt die NASA in einem Zeitraffer-Video ihres solaren Beobachters vor:

Bedenkt man, dass im Vergleich zum von jeher kultisch verehrten kosmischen Fusionsreaktor unsere Erde (nicht exakt massstäblich, aber pi mal Daumen) in der Normaldarstellung nicht einmal die Grösse des kleinen o erreicht, wirken die grandiosen Bilder surreal.

Im Vollbildmodus (Erde≈O) aber wird die Sache erst wirklich rund!