Polyconditio

1. Mai 2020

 Artspace der ZHdK auf der Zürcher Amüsiermeile:

«Poems the artist created using the limited vocabulary of Tinder profiles of men that he has collected.»


Delikat Essen XCV

7. April 2020

Heisser Tipp von Dr Love aus B — trendige viruzide Neuanpflanzung:


Delikat Essen XCIV

1. April 2020

Alles in Butter.


31047 Tage

18. März 2020


Rennfahrer Bullus weiterhin alles Gute in den folgenden Kurven!


Flickgut

21. Dezember 2019

Die reichlich avantgardistische Collage von Sebastian Hofmann (Zürich/Berlin), aufgeführt von einem kleinen Orchester (Keyboard, Perkussion/Gitarre, Querflöte und Posaune) sowie auf Rollstühle angewiesenen Paraplegikern nennt sich Flickgut. Es geht ums Flicken im weitesten Sinn, seelisch wie körperlich, die Gottfrage wird gestellt («Ist es nicht besser mit Hoffnung zu sterben als mit Angst?») und selbst etwas derber Humor der Querschnittsgelähmten kommt nicht zu kurz («Ich muss jetzt los mein Velo flicken»). Der unstete Rhythmus kommt verstärkt von Fingerpulsmessern, an den wendigen Rollstühlen

sind Megaphone installiert, welche drahtlos angesteuert einen prima Raumklang generieren. Schon beim Eingang muss ich schmunzeln, weil aus der Flüstertüte der sauerstoffbeatmeten Darstellerin «Oh Tannenbaum!» zwar blechern, aber fröhlich entweicht. Zur Begrüssung haben die Rollis nämlich eine Art Spalier gebildet, Kaltduschen quasi gleich im Entrée. Im Kunstraum Walcheturm wird die längste Nacht performativ begangen und, long time no see, Kunstvolk ist schon sehr schick mit ihrer betont habituellen Autoreferenzialität. Meinem ignoranten Selbst aber immer schwer vermittelbar, mit welchem Ernst arty-farty-Sachen zur Schau gestellt werden. Marktwirtschaft anybody?


Nesselhaft

31. August 2019

Der Zwergensiedlungsasylant kommt mächtig ins Schwitzen.

Derweil die Temperaturen sich spätsommerlich in verblüffend hohe Bereiche verirren, tut der innerstädtische Geräuschpegel auf Strassen, Gassen und Höfen dergleichen – es ist LAUT. Durch die Nacht, bis zum Morgen. Der Pizzaservice gegenüber wärmt seinen Ofen nachtnächtlich bis um 5 Uhr, das Gewerbecenter vis-à-vis schliesst erst um 3 Uhr seine Pforten. Parkierende PKW, knatternde Töffs, Spätheimkehrer, Frühaufsteher, Angetrunkene, glucksende Pärchen, orientierungslose Nachtschwärmer, emsige Nachtarbeiter halten mich erfolgreich wach. Zusätzlich fungiert die Pizzeria gleichzeitig als eritreischer Männertreff und atmet permanent hektisch diskutierende Draussenraucher. Eine Nacht, zwei Nächte, drei Nächte. Bis sich schliesslich die Blattern breit machen und zu einem sehr hartnäckigen Reizhusten dazu gesellen, na danke, geht doch. Prima. Erschrecken, Erstaunen, Unglaube, nicht-wahrhaben-wollen kosten zunächst Zeit und Nerven bevor das Antihistaminikum endlich zu wirken beginnt. Allergisch sediert sieht die Welt dann schon ganz anders aus.

Die bei der Vorab-Besichtigung nicht wahrgenommene grandiose Remise neben dem für Zürcher Verhältnisse ziemlich verwahrlosten Hinterhaus. Erst die mit einmaldrei Meter überdimensionierte und beleuchtete Hausnummer weckt meine Aufmerksamkeit. 166. Der Spalt zwischen Vorhang und Fenster. Im Treppenhaus beim Aufstieg sicherlich kein Scharfblick, eher Irritation — Whirlpool, Monitore mit eindeutigen Filmsequenzen. Körpersilhouetten hinter Sichtblenden, dauerrotierende flackerhafte Discobeleuchtung. Eine neugierige Abscheu. Das Internet weiss alles über das euphemistische Gewerbecenter Grandios. Räume, Mieter, Angebote. Such is real life.

Eines frühen morgens höre ich einige Frauen auf dem Hof ungarisch reden – würde soziologisch passen, denn der Schweizer Markt für Sexarbeiterinnen ist noch immer osteuropäisch dominiert. Womöglich ist der Status einer vorübergehenden Untermieterin aka Empfangsdame in einem Gewerbecenter im Vergleich zu normaler Strassenarbeit oder gar Verrichtungsboxen  sogar noch erträglich. Dass Frischfleisch immer auf der Durchreise ist, um ja nicht zu langweilen sieht man am einsichtigem Gepäckzimmer, das die üblichen plastifizierten Rollkoffer en masse beherbergt. Auch mein selbstgewähltes Exil findet immerhin sein automatisches Ende. Und beim nächsten Mal besser alle Augen auf im nervigen Strassenverkehr.


The female is future

17. Juni 2019

Der Nationale Frauenstreik, rein eventmässig etwas ungeschickt gleich anderntags von der eintönig hedonistischen Tangente Zurich Pride schon rein abfalltechnisch fast torpediert, war schlicht enorm. Massenwirkung durch gute Laune – Frauenpower pur, eine ganz spezielle Energie versetzte die Atmosphäre in Vibration. Fast 200.000 alleine in Züri (quasi die Hälfte der BewohnerInnen), weit über eine Million schweizweit (immerhin ein Achtel) waren auf den Gassen, Strassen und Plätzen und taten kund, was weiter im Argen liegt: unbezahlte Reproduktionsarbeit, schlechter entlohnte soziale Arbeit und patriarchal zementierte Normen. War nicht immer so, wird nicht immer so sein. Männer sterben schliesslich früher (aus). Natürlich war die Eidgenössische Historie des arg verspäteten Frauenstimmrechts (1972!) mitsamt sehr zögerlicher Umsetzung von Gleichstellung ein neuerlicher Auslöser für die grösste politische Kundgebung der vergangenen Jahrzehnte, sicherlich sind die Strukturen in vielen anderen europäischen Ländern (Kriege, Männer, Tod, Frauen erobern Männerberufe) völlig anders. Als outgesourcter Randständiger war die weibliche Flut inspirierend und beängstigend zugleich. Vaginal reduzierte Plakate wechselten mit freizügigen Outfits, eine Demonstrantin trug mutig und stolz nur wenig mehr als ein transparentes Etwas. Die permanente Spiegelung von lüsternem Abschätzen und altherrrenklugem Verständnis für korrekte Anliegen war blamabel. Dass bei Tampons der Staat aber steuerlich profitiert, bleibt jedoch skandalös und findet die väterliche Solidarität unbedingt.

Atmen. Punkt. Schleichberechtigung.


Heilungsbiotop

1. Juni 2019

Nex Age Spinner Duhm & Lichtenfels fantasieren über freie Liebe.


Prima Klima

6. April 2019

Früher war no future heute more. «Gopfrid Stutz jäzz Klimaschutz!» lautet eine der Parolen. Auffällig viele Grosseltern und Eltern. Samstags muss kein Unterricht oder Job geschwänzt werden, und so sind es zu Zürich sicher um die 20.000 Mitläufer.

Kleine und grosse Leute, rote und schwarze Fahnen, Pfadis aus Belgien («On est plus chauds que le climat!») und klimastreikende Frauen, die schon jetzt zum Frauenstreik am 14. Juni aufrufen. Manche müssen erst noch lernen ihr Transparent

plakativ zu gestalten, andere sind Dosenbier trinkend schon nach wenigen Metern nicht mehr ganz klimaneutral und ziemlich heiser. Einige grüssen, Kundschaft aus der weiten Gemeinde und ich frage mich, wo und wie man den Funk nach Frankfurt zur Zeitmessung unterbricht. Eine Turmuhr zeigt in der Stadt bereits fünf vor zwölf.

Alle sind gut drauf, sogar die Nachhut, welche mit Abfallgreifern und Kübeln ausgerüstet all das aufsammeln, was die Vorgänger auf dem Weg verloren bzw. liegen haben lassen. Saubere Sache denke ich noch, Schweiz nur Hilfsausdruck.


Einsamkeitsministerium

17. März 2019

Der künftige Single-Staat United Kingdom hat clever vorgesorgt:

The U.K. has appointed a minister for loneliness to deal with what Prime Minister Theresa May called “the sad reality of modern life” for too many people.

in 2017 a British commission found that nearly nine million people in the country either often, or always, feel loneliness — a condition that can have harmful health repercussions.

“It’s proven to be worse for health than smoking 15 cigarettes a day,” Mark Robinson, head of Age UK, Britain’s largest nonprofit working with older people, told the Times.


Belichtung

19. Februar 2019

Vielschreiber T.C. Boyle macht einmal mehr bei Hippies, Drogen sowie dem eher zaghaft gedeihendem alternierenden Lebensstil der frühen 60er Jahre Anleihen, um eigentlich nichts wirklich zu sagen. Ziemlich eintönig werden die Sessions geschildert, zu denen Guru Timothy Leary seiner Gemeinde das Sakrament in Form von LSD-25 verabreicht, jenem synthetisch hergestellte Halluzinogen, mit dem sich der Schweizer Chemiker Albert Hofmann eher zufällig im Sandoz-Labor selbst vergiftete. Nach dem Lesen des thematisch interessant wirkenden Romans bleibt ein fahler und metallener Nachgeschmack, der weder psychedelischen Farbexplosionen noch einem tatsächlichen Horrortrip richtig nahe kommt. Ist es bloss der deutschen Übersetzung geschuldet, dass so wenig von den dramatischen Prozessen, welche sich damals — zunächst Kunst und Kultur durchwirkend — unübersehbar und durchaus systemrelevant gesellschaftlich widerspiegelten, beim Rezipienten überhaupt ankommt?

Boyle bleibt seltsam distanziert, beinahe überbetont nüchtern beim Beschreiben seiner Handlungsträger vom anfänglich rein universitären Forschungsobjekt hin zum Kommunenhaften Abheben der Auserwählten, bis sich diese in immer sinnloser werdenden Trips, schier endlosen Partys und überdrehter aber abgeschlaffter Protesthaltung quasi selbst auflösen. Falls Boyle die naive Grundhaltung der akademischen Elite, unfähig zur sozialen Interaktion und unbeirrt auf Egotrip bestehend blosszustellen beabsichtigt, ist der Versuch eindeutig zu plump angelegt. Die anfänglich durch Medikamente gestützte Forschung über das Bewusstsein wird aus klinischem Versuch entlassen schliesslich zur reinen Drogenproblematik. Ob solch lakonischer Ansatz die weitgehend sinnbefreite Reise ins eigene Ich über fast 400 Seiten zu tragen vermag, bleibt mehr als zweifelhaft.

Boyles bis heute hochaktuelles Meisterwerk «América» hat nun fast ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel, ohne an Kraft und Vitalität eingebüsst zu haben. Selbst in «Wenn das Schlachten vorbei ist» besticht die Story noch mit einer raffiniert angelegten doppelten Codierung, welche die Protagonisten behutsam aber anschaulich entlarvt, ohne schulmeisterlich zu wirken. In der vorliegenden Geschichte mit dem selbsternannten LSD-Papst auf der Suche nach dem göttlichen Licht ist solch ein glückhafter Kunstgriff leider nicht zu erkennen.


Noëlistique

14. Dezember 2018

Weihnachten in Neukölln, Otto von Bismarck, Berlin, Musik, Neukölln

Hörtipp von Themepark Berlin


Nein zum Ja

27. November 2018

Die eigentlich griffig als «Fremde Richter», dann als «Selbstbestimmungs-Initiative» weichgespülte nationalistische Kampagne ist mit nur einem Drittel der Stimmen an der Urne gescheitert. Die SVP erhält seit dem Schock der Masseneinwanderungs-Initiative von 2014 genügend Contra, um keinen Durchmarsch in Sachen Eigenstaatlichkeit mehr erzwingen zu können. Die ureigenen Klientel werden zwar weiterhin gemäss Stimmanteilen gut bedient, aber es sind eben keine Zuwächse erkennbar. Im Gegenteil: das Zweckbündnis aus Wirtschaftsliberalen, Jungen, und Menschenrechtlern scheint nicht gewillt, der SVP mit ihrer hetzerischen Stimmlage in Sachen EU und Fremdarbeitern den Ton angeben zu lassen. Auch stilistisch hat die Plakatform der Gegner augenscheinlich zugelegt. Zudem verfängt die Angstmacherei momentan nicht, sämtliche Zahlen bei Asylgesuchen und Arbeitsimmigration sind weiter rückläufig. Was natürlich auch an den zuvor aufgebauten hohen Hürden liegen mag. Trotzdem ein feiner Erfolg für die Gutmenschen und Linken, die der dumpfen SVP-Propaganda weiterhin ein Dorn im Auge sein dürften. Und der schmerzt richtig seit die Allianz konkret mit gleicher Münze und koordiniert zurückzahlt: werbetechnisch, finanziell und ideell wird der SVP und ihren Kampagnen keinerlei Freiraum mehr gewährt, der argumentativen Konfrontation nicht (wie früher noch viel zu oft) aus dem Wege gegangen. Für den Hobbyschweizer wieder kurios, wie sich das Volk dreht und wendet und sich am liebsten von Niemanden nasführen lässt.


Balkonia

25. September 2018

Balkonausschmückung an der Zürcher Weststrasse


Happy Bruno

14. August 2018

Mit Siebenmeilenstiefeln aka ICE wurde Hilfsbierbär Bruno nun aus seiner misslichen Lage errettet. Seit dem Wochenende war der Ärmste in einem Burgerladen am Rande des Schwarzwaldes völlig schuldlos isoliert und wartete sehnsüchtig auf die Befreiung. Nun wurde mit einem zünftigen Festmahl seine Auferstehung tüchtig gefeiert und das Plüschtier gesund und munter flugs zurück in seine angestammte Heimat überführt, wo er sich von den erlittenen Strapazen erst einmal ganz in Ruhe erholen wird.


#MeToo

23. Januar 2018

Die Liebe höret nimmer auf, Liebe, Love, Make Love,

Die Coverversion war — stark abhängig von der aktuellen Tanzpartnerin, der hormonellen Grosswetterlage sowie der Dichte des Trockeneisnebels — des Öfteren der ersehnte Stehblues, damals in der Schülerdisco…


Bierbärtortour

6. August 2017

 Bierbärtour, Softbär, Schwarzwald, Urlaub, 2017

Nachdem der Bierbär aus den Schweizer Kolonien für einen kurzen Zwischenstopp zurück in die weiter südlich gelegenen heimischen Gefilden kehrte, ist er zwischenzeitlich zum Softdrinkbär mutiert. Im Funkloch vom Schwarzen Wald, ganz hinten in einem Tal, welches ursprünglich die Rench lieblich in das Gelände schnitt, sagen sich Reh und Ziege, Pony und Katze, Hase und Kuh und Hinz und Kunz Gutenacht. Vorher wird aber tüchtig gefestet und das für den Hobbyschweizer zu auffallend zivilen Preisen: gute Wurst im Brötchen 200 Cent, Alpirsbacher im 04-Glas (ohne Pfand!) 250 — pas mal. Selbst die Bärenliebhaberin meinte um Mitternacht etwas von Schwips bemerken zu müssen. Aber das war auf dem Heimweg zum Forsthof, zuvor gab es einen Anton aus Tirol, der zumindest so Zeug mit seinem Trio verlautbarte und dank moderner Funktechnik auf Biertischen inmitten des Publikums animierend auftrat. Es wurde getanzt, mächtig geschunkelt, mitgesungen und dem Wetter getrotzt. Die scheinbare Unschuld des Landes war spürbar und der Kontrast zu Chez Ugly (© Joken) im Berliner Südosten flackerte kurz auf.

Funkbär, Anton aus Tirol, Schwarzwald

Anlass des Festaktes war eine Il­lu­mi­nie­rung des Kurortes mit angekündigtem Brillantfeuerwerk als Höhepunkt. Zuerst aber wurden abertausende Kerzen, die im Ort selbst, aber auch in den steil ansteigenden Hängen links und rechts der Rench verteilt gesteckt waren allesamt händisch entzündet und allerlei ulkige Motive traten aus der Dunkelheit hervor: hier ein paar Kirschen, dort ein Notenschlüssel, ein etwas verunfalltes Peace-Zeichen, viele Smileys, MMCVII und das vom Kind entdeckte Brandenburger Tor mit herziger Ersatz-Quadriga. Ach, das Berliner Herzland ist halt überall!

Über allem schimmerte sanft der fast volle Sommermond, der kaum an Höhe gewann. Dann ging es endlich los, und dem Kind klangen schnell die Ohren. Zwischendurch ging das Trottinett vergessen, die kurze kindliche Panik löste sich aber rasch wieder auf, als das rollende Teil wohlbehalten unter einer Festbank wartend wieder bestiegen werden konnte. Mit Stirnlampe wurde dem leicht beschwipsten Reiseleiter ins Urlaubsdomizil heimgeleuchtet und der war recht froh, dass es zur Begrüssung gleich so gründlich gekracht hatte.

Zickezackezickezacke.


Kümmerling

2. Juni 2017

“I don’t care about your feelings.” Dieser Satz scheint mir entscheidend zum Verständnis des (selbstverständlich selbst verschuldeten) politischen Erdrutsches, der die USA erfasst hat und auch Europa, auch Deutschland droht.

Trump Berlin Greenpeace

Doch der Empörismus greift nicht (mehr). Er ist Ausdruck einer Leichtsinnigkeit derjenigen, die sich nach langen politischen Kämpfen auf einen zivilisierenden Konsens von Inklusion und Pluralismus verlassen können wollen, ja müssen. Nicht nur die Diffamierung von Affekten, sondern auch ihre Verabsolutierung betreibt nun den Verrat an der politischen Auseinandersetzung. Gerade in komplizierten Zeiten brauchen wir die Empathie für andere Positionen, aus der sich die argumentative Auseinandersetzung ergibt, notwendiger denn je.

(Paula-Irene Villa, Professorin für Soziologie und Gender Studies an der LMU München. Sie forscht und lehrt zu Biopolitik, Sozialtheorien, Care/Fürsorge, Popkultur.)


Füdliblutt

14. Mai 2017

Popogate, ESC Flitzer, ESC 2017,

Der einsame Höhepunkt der diesjährigen ESC-Ausgabe bestand darin, dass ein berühmt-berüchtigter ukrainischer Flitzer unter falscher Flagge vor der Vorjahressiegerin blank zog. Dies bietet natürlich Raum für allerlei wilde Spekulation und mutige Interpretation, die nackte Wahrheit an sich war live vor dem Millionenpublikum metaphorisch jedenfalls ungemein eindrücklich und entsprach der Veranstaltung letztlich vollauf.


An apple a day

22. März 2017

Applejoint, Bogota, Protest, Smoking,

Derweil in Bogota mit einem wahrscheinlich amtlichen THC-Gehalt Obst innovativ imprägniert wird, scheint in Downtown Switzerland ein Low-THC-Hype ausgebrochen. Unterhalb eines Wirkstoffgehalts von einem Prozent ist Marihuana legal, bringt dem Staat Steuern und diverse Hanfshops zum blühen, verwirrt aber die Ordnungshut. Äusserlich und olfaktorisch sind die Kastraten nicht vom bis zu 14 Mal higher machenden Rauschmittel zu unterscheiden. Unklar bleibt jedoch, warum man sich etwas reintut was offensichtlich eh nicht richtig antörnt. Mutmasslich kannibalisiert die hippe Selbstoptimierung nun sogar den Drogenkonsum.