Fetisch Kosmos

8. Juli 2019

«Der Weg zu den Sternen» von 1957 ist ein schöner russischer Science Fiction Film von Pawel W. Kluschanzew, welcher zwar etwas langatmig beginnt, sich anschliessend aber rasch durch die Schwerelosigkeit bis zum Mond arbeitet. Anschaulich wird die rasante Entwicklung der Raketentechnik in der UdSSR bis zum Sputnik beschrieben und umwerfend phantasievoll, jedoch immer wissenschaftlich bleibend der kosmische Faden sehenswert weitergesponnen. Heute ulkig wirkende Trickaufnahmen, tolle Outfits und schicke Story. Unbedingt anschauen!


Delikat Essen LXXXV

1. Juli 2019

Die gutmeinenden Warmduscher der Deutsche Bahn stellen für ausfällige Klimaanlagen im Regionalverkehr kistenweise Mineralwasser als Kompensation zur freien Verfügung ihrer hitzegeplagten Fahrgäste. Dass das Wasser im hochtemperierten Zug in den PET-Flaschen ebenfalls fast den Siedepunkt erreicht, scheinen die arglosen Bähnler eher nicht bedacht zu haben. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint…


Delikat Essen LXXXIV

16. Juni 2019
Bonuspaket

Park Kings

8. Mai 2019
pic by tiger

Nach einem der gelungenen Erstauflage auffallend ähnlich souverän herausgearbeiteten und clever durchorchestrierten Start-Ziel-Sieg bei der Ralley Mon Berlinskaja haben Chefpilot und Hauptsigrist selbst in der abschliessenden Parkplatzlotterie haushoch gewonnen und mussten dabei nicht erst auf günstige Umsetzungen hoffen. Auch ein überraschender Plattfuss direkt nach dem Start konnte das Dreamteam nur kurzzeitig aufhalten. Unplanmässige Streckenänderungen wurden von den zwei Cracks auf dem herausfordernden Parcours routiniert, geschickt und vor allem mit einem Lächeln lässig umschifft.

Selbstverständlich gehörten auch diverse Kulturstätten zum Pflichtprogramm, wovon manch eine noch gar nicht fertiggestellt war, so rasant gingen die beiden in die Steilkurve. Kamerad Rasso musste beispielsweise kaum verrichteter Dinge sein schönes Modell nebst Originalbierkiste schleunigst wieder retournieren, obwohl in seiner Idee extra ein Mast für das Hissen der Zielflagge vorgesehen war. Dem Abendgeläut bei den Prinzessinengärten, geschlagen von der antiken Herzmaschine, wurde jedoch pflichtbewusst und pünktlich gelauscht.

Klick für Film!

Kniffligerweise war bei der diesjährigen Ausgabe im Mittelteil der Strecke als besonderes Hindernis ein geheimer Timetunnel eingebaut, welcher bei korrektem Schwerkraftverhalten der Cockpitbesatzung einen 45er Zeitensprung erlaubte und in einer fast längst vergessenen Welt mündete. Da die Reinigung des Grenzstreifens zum Outer-Rim genossenschaftlich organisiert wurde, war die Rückpassage durch mehrere schwarze Löchrigkeiten quasi ein reines Kinderspiel. Der diesmal aus Mittelamerika stammende und eigens für jenes sowohl spezielle wie traditionell verlustreiche Ausscheidungsrennen fabrizierte Supersprit der beiden Beschleuniger tat ein übriges, um etwaige Verfolger gehörig auf Abstand zu halten. So hatten DJane Betty plus Lehmann leider nur das Nachsehen, trotz gefühlter 78 Umdrehungen. Vielleicht das Alter, vielleicht das lädierte Knie, vielleicht die allgemeine Wetterlage, doch ausser recht zögerlicher und zaghafter Verrenkungen war kaum Bewegung im abgeschlagenen Feld festzustellen. Die beim Saisonhöhepunkt durchaus erlaubten, ja sogar erwünschten, oft durch fernöstliche Substanzen angereicherten Nahrungsergänzung, welche Moral, Stimmung, Glaube, Liebe und Hoffnung positiv beeinflussten, spielten eine nicht unwesentliche Rolle – Ingwer & Meerrettich nur Hilfsausdrücke. Das unwirklich wirkende, jedoch schlicht überragende Abschneiden bei der 2019er Challenge wurde zum krönenden Abschluss mit einem Gala-Dinner inklusive eigens geladener Ehrengäste gebührend gefeiert und der völlig verdient errungene Siegerpokal macht sich bestimmt très chic in der Trophäenvitrine! Schon heute stehen künftigen Titelaspiranten die mehrfachen Titelverteidiger aber so was von direkt vor der Sonne. We will rock you!


Best by test

28. April 2019

U-Bahn Werbung in Berlin:

THC, Cannabioltest

Auf den ersten Blick verwechselt die Charité klar Ursache und Wirkung.


Zwinglisch

8. April 2019

Der olle Wintermann musste sich zum Zürcher Frühlingsfest Sächsilüüte eine Zwinglikappe überziehen, bevor es ihm den mit Schwarzpulver ordentlich gefüllten Grind als beliebtes Sommerorakel schlussendlich krachend zerriess. 1064 Sekunden hats dann doch gedauert, eine eher mittelmässige Prophezeiung fürs Zwingli-Jahr 2019 also. Diese aber darf wegen Klimawandel getrost noch etwas angepasst werden. Weil Aberglaube bringt Unglück. Sowieso. Seltsam bleibt auch, dass bei dem kostümierten Umzug weiterhin nur Männer paradieren, während willfährige Frauen diesen auf dem Weg Blumen überreichen. Wohl gibt es eine Frauenzunft, welche jedoch nicht offiziell, sondern nur als Gast und bis 2022 befristet verschämt mit tun darf. Den sturen zünftigen Patriarchen sollte es mal ruhig den ganzen Sommer verhageln…


Delikat Essen LXXXIII

15. Februar 2019

Metzgete (währschafte Schlachtplatte) ist selbst in Bio bluttriefend jedoch ansehlich illustriert vom Schiwago/Zürich. Tag des Blutes am 24.03.2019!


Delikat Essen LXXX

21. Dezember 2018

Dass Frauen im Kanton Tessin und Schwyz am wenigsten zu sagen haben, erstaunt nicht. Dass der Bananenwerfer Doppelbürger ist, wundert niemand in der FCZ-Südkurve. Aber dass Schoggi Nazionale den Rechten nimmer schmeckt, ist eine fette Schlagzeile wert. Die spinnen, die AFDler.


Delikat Essen LXXVIII

21. November 2018

Schülermenü, Junk Food Schule, Fast Food Schule

Internationale Nachwuchsleckereien


Delikat Essen LXXVII

24. Oktober 2018

Jochen albert:

Funkbild unseres Auenlandkorrespondenten

Delikat Essen LXXVI

12. Oktober 2018


Delikat Essen LXXV

15. September 2018


Blasphemie


Ferienparadies

12. August 2018

Mehr aus dem Paradies versprach sich J. L. aus B. und hier kriegt er es:

Morgens um 6.30 Uhr donnert mit handgestoppten 93 Dezibel der Wildkrautkehrer vorbei. Selber noch immer autodröhnend kann ich schlaftrunken «Moderne Verkehrswege brauchen innovative Reinigungstechnik» erkennen, bevor der Ehekrach des Thüringer Pärchens direkt nebenan «Wie soll ich entspannen, wenn ich immer alles mache?!» die Kakophonie perfektioniert. Aufm Balkon gackert derweil deren Riesenküken, das sich blendend mit den Geranienkästen versteht.

Der Berufsfeuerwehrmann im Haus über uns löscht bereits am Nachmittag mit ordentlich Weizenbier seinen beissenden Durst, abends hört und sieht er dann selig ausdauernd dem Kaiser Roland aufm Handy zu («DichzuliebendichberührenmeinVerlangendichzuspüren»), während ich die Sommermilchstrasse bewundere — seit bestimmt 10 Jahren nimmer so klar und deutlich den Mittelpunkt der Galaxie beäugt und nehme gerne Genickstarre in Kauf ob des imposanten Wow-Effekts. Milchstrassenbeobachtung quasi Pflichttermin bei Neumond und fehlender Lichtverschmutzung. Anderntags ist die Feuerwehrmannfrau etwas angesäuert aufgrund des Konsums zu vieler Plastikflaschenbiere, jaja das sei durchaus ein Problem von dem Brandlöscher und eben nicht nur im Urlaub. Nun, Ehecoaching bzw. Drogenberatung ist momentan lieber nicht mein drängendste Thema und ich melde schleunigst eigenen Bierdurst an. Dem voll zustimmend gähnt das örtliche Freibad angenehm leer.

Die niederländische Fraktion im Feriendomizil muss man nicht verstehen, wenn man nicht will, ein Teil davon gehört eher der roséfarbenen Cüpplifraktion an und scheint von wilden Bierbären nie gehört zu haben. Der Hofbauer hat nämlich mittlerweile einen Getränkeschrank im Keller aufgestellt und dabei einen ganz speziellen Fang gemacht:

Würzig aber mit fast 6% Alkohol zwar vielleicht nicht der ideale Durstlöscher, aber der passender Begleiter eines Kirchenmannes allemal. Zudem kann man derart gedopt auch am Tage himmlisch kontemplieren.

Und so gehen die Tage, Wolken und Sterne viel zu schnell hin und weg ist die schöne Freizeit. Die Hoftiere sind bestimmt erleichtert, wenn sie vor den kindlichen Plagegeistern wieder Ferien haben, und nicht der Bauer selbst sie durch mittägliches Stallverbot schützen muss.

Natürlich haben wir fürs nächste Jahr unseren Platz im Paradies bereits wieder reserviert. Und für Bruno auch! Der liegen gebliebene Streuner wird in Bälde aus einem Offenburger Burgerladen evakuiert und als wieder auferstandener Bierbär karmatechnisch betrachtet hochprofitabel gegen einen völlig harm- und zahnlosen Heimatroman eingetauscht…


Hanfplage

24. April 2018

Hanfzigi

Kulturelle Aneignung reiner Hilfsausdruck.

O Tannenbaum, O Tannenbaum

13. Dezember 2017

O Tannenbaum

dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit!

Rooter

4. Dezember 2017

Oh my Bug — unlängst erst der voll peinliche Root-Fehler und jetzt sucht die Kiste andauernd nach einem dreizehnten Monat. Fake OS. Schlimm.

Mac Bug


Delikat Essen LXXII

23. November 2017

Wiederum ein ziemlich bemühtes Highlight aus der SVP-Werbeschmiede:

Wurstessen, SVP

Obwohl eher der Cervelatfraktion zugeneigt, bleibt eine Bratwurst ob mit oder ohne OLMA beim Sternen-Grill am Zürisee immer ein Erlebnis — hoffentlich.


Kesselbrüder

8. August 2017

Angezündet von den Schwarzwälder Illuminaten pilgerte der Sommerfrischler über den Buckel Richtung Kloster Alpirsbach, um den leibhaftigen Bierbären zu treffen. Schmale Landstrassen in unübersichtlicher Waldgegend sind nichts für den ungeübten Beifahrer und der Oberbär ist mit über 80 manchmal etwas arg spät auf der Bremse, was aber der Mercedes mit Elegance im Gegensatz zum Hobbybären nicht wirklich übel nimmt. Egal, die Serpentinen waren geschafft, als Copilot wurde die non-digitale Karte richtig herum gehalten und das Ziel lag schön vor Augen. Kaum Bierbär, Alpirsbach, Schwarzwald 2017angekommen, sind die wabernden Ausdünstungen des Sudhauses der direkt in der Ortsmitte knapp neben dem Kloster befindlichen Kleinbrauerei mehr als deutlich wahrzunehmen. Im Gegensatz zum letzten Besuch vor fast 50 Jahren gehen einem diese nicht mehr ganz so streng in die Nase, sondern machen eher Appetit auf mehr. In der Braugaststätte gibt es lukullisch artgerecht mit Käse überbackene Bierzwiebelsuppe gefolgt von Biermaultaschen. Beides mundet, der würzige Biergeschmack passt zu den eher rustikalen Gerichten perfekt. Dazu das tiefgüldene Spezial vom Fass, alles bingo soweit. Nach der Gaststube dann eine Schnellbegehung der Klosteranlage, muss ja schliesslich nicht jeden Tag unbedingt in die Kirche…

Vor der Brauerei dann der alte Schlosser, langjähriger Pensionär mit Mitteilungsbedürfnis. Er sitzt gemütlich auf einer Holzbank direkt vor seiner alten Wirkungsstätte, die später zu einem Brauerei-Showroom umfunktioniert wurde. Fit mit Bier, Alpirsbach, Schwarzwald 2017Sein Leben lang hätte er in der Familienbrauerei gearbeitet, zu fünft waren sie in der Schlosserwerkstatt. Der Patron legte Wert auf Mitgliedschaft in der Gewerkschaft und die Versammlungen zum 1. Mai in der Sporthalle waren Pflicht. Oha, musste der Familienbetrieb mit der Übernahme von den Klosterbrüdern etwa ein elftes Gebot erfüllen? Bis heute gäbe es noch den Betriebstrunk, also eins zwei Kisten Bier gratis pro Monat unetikettiert für die noch aktive und bereits passive Belegschaft. Bravo. Und ausserdem Betriebsrente. Auch nicht schlecht. Der Ex-Schlosser wusste noch von der Wasserqualität zu berichten (so weich, dass die Brauer Kalk zusetzen mussten) und hatte noch die eine oder andere deftige Anekdote auf Lager, über die hier aber geschwiegen werden soll. Zudem keimte der absurde Gedanke, der Rentier könne womöglich fürs Erzählen noch zusätzliches Gnadenbrot erhalten, stricke so quasi semiprofessionell an der noch lebenden Legende. Hm.

Dann endlich stand ich vor dem berühmt-berüchtigten Alpirsbacher Ur-Bierbär, dem immersprudelnden Quell all meiner Inspiration. Bierbär, Alpirsbach, Schwarzwald 2017Bierbär, Alpirsbach, Schwarzwald 2017Voller Ehrfurcht bewunderte ich den Stoiker und Kesselbruder. Ein fast übernatürlich jäher Harndrang setzte der mentalen Ergötzung ein abruptes Ende. Zum Glück hat die Reformation für zweckdienliche und vor allem öffentliche Bedürfnisanstalten gesorgt. Anschliessend probierte ich dann im Museumsshop mein weiteres Glück, welches ich in dem einen und anderen Klein-Tragerl auch tatsächlich fand. Für den Berliner Bierbär war sogar ein weiteres Vesperbrett käuflich. Demnächst vielleicht mehr vom wandelnden Gesundheitsbären, dem unvermittelt eine Schnapsidee kam.


Kakatonga

14. Juni 2017

Kiribati, Flaggensammlung, Nationalflagge, Sintflut

Nationalflagge 453 m ü. M.


Starty Rakiet

9. Februar 2017

Feuer, Rauch und Krach: